Griechenland

Neue Marina für Santorin?

Das griechische Wirtschaftsministerium und die lokalen Behörden stellen Plan für neuen Hafen an der Ostküste vor

Andreas Fritsch am 02.04.2019
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A. Fritsch/YACHT

Die Kraterinsel ist eines der Sehnsuchtsziele vieler Ägäis-Fans, hat aber seit vielen Jahren den Nachteil einer sehr schlechten Infrastruktur für Yachten. Es gibt zwar eine Marina im Süden der Insel bei Vlichadia, aber sie ist durch lokale Fischer und Ausflugs-Katamarane, die Tagesgäste durch die Lagune schippern, praktisch voll belegt und versandet zudem aufgrund der ungünstigen Lage ständig, sodass die Anfahrt nur nach vorheriger Anfrage über die aktuellen Verhältnisse empfehlenswert ist. Zudem liegt die Marina rund 12 Kilometer vom Hauptort entfernt.

Nun hat "Enterprise Greece", eine Agentur des griechischen Wirtschaftsministeriums, zusammen mit den Hafenbehörden von Santorin (Thira Port Fund) eine Initiative für den Bau einer neuen Marina an der Ostküste bei Monolithos, nahe des Airports, ins Leben gerufen. Bei einem Termin zusammen mit Vertretern der Behörden und dem Bürgermeister von Santorin wurde der Plan vorgestellt, der aber im Grunde erst einmal nur eine Investment-Planung und eine mögliche Lizenzprüfung enthält. Erst dann sollen Investoren für das ungefähr 40 Millionen Euro teure Projekt gesucht werden, die dann konkrete Pläne entwickeln und den Bau und Betrieb übernehmen. 

Santorin

Lage des geplanten Hafens

Die Anlage soll dann rund 350 Liegeplätze bekommen und dürfte auch für Megayachten ausgelegt werden. Monolithos ist ein Fischerhafen dicht neben dem Flughafen und etwa 5 Kilometer von Santorin-Stadt entfernt. Laut Behörden soll die Umsetzung in "etwa zwei Jahren" stattfinden, was arg optimistisch erscheint.

Wer derzeit die Insel mit der Yacht anlaufen will, ist am besten bedient, wenn er vor Oia an der Nordküste an der großen Eisentonne festmacht und eine lange Landleine zu einer verfallenen Pier legt. Von dort ist es nur ein Aufstieg nach Oia, dem eigentlich schöneren Ort der Insel, denn der Hauptort Thira ist gnadenlos von Kreuzfahrt- und Land-Touristen überlaufen. Das gilt für Oia zwar an vielen Tagen auch, aber wer dort festmacht und früh morgens und später abends kommt, wenn die Kreuzfahrtschiffe ausgelaufen sind, findet einen traumhaft schönen Spot vor.

Andreas Fritsch am 02.04.2019

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