Dänemark
Mommark wird wieder hübsch

Der alte Fährhafen an der Ostküste von Als ist in neuen Händen. Das Betreiber-Trio hat bereits ein neues Sanitärgebäude eröffnet

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 13.06.2013

Stephan Boden Jan Blad Bonde, einer der drei neuen Betreiber, streicht den kleinen Leuchtturm auf der Mole

Mommark war ja schon immer gemütlich. Leider aber in den letzten Jahren auch ganz schön verlassen. Zum Teil hing das mit der immer wieder versandenden Einfahrt zusammen – denn seit die Fähre nach Ærø ihren Betrieb eingestellt hat, wurde weder gebaggert; die ausbleibende Sogwirkung des Schiffes tat ein Übirges. Zum anderen mag der nicht vorhandene Seglerverkehr auch an den alten sanitären Anlagen gelegen haben, die in Form eines schwarzen 40-Fuß-Containers wenig Reiz auf viele Crews ausübten. Auch der fabelhafte Sandstrand am Kleinen Belt und die in der Abendsonne häufig malerisch wirkende Kulisse konnten dem Hafen zu keinem Kultstatus verhelfen – die meisten Yachten segelten schlicht vorbei.

Stephan Boden Frisch gebaut – das neue Sanitärgebäude nahe dem Campingplatz

Das soll nun anders werden – denn wie uns Stephan Boden ( www.diggerhamburg.com ) mitteilte, ist der Hafen jüngst von einem dänischen Betreiber-Trio übernommen worden, die auch sofort in die Hände gespuckt und mehrere Neubauten in Angriff genommen haben. "Die drei haben bereits die Rinne zum Hafen von 24.000 Kubikmetern Sand befreit, und das neue Sanitärgebäude sowie das Hafenbüro mit Imbiss und Einkaufsmöglichkeit sind kurz vor der Fertigstellung", sagt Boden. Die Stege waren erst vor wenigen Jahren von der Kommune Sønderborg erneuert worden, die der vorherige Betreiber war. Nach der Übernahme heißt der Yachthafen nun offiziell "Mommark Marina" und hat sogar ein eigenes Logo bekommen.

Stephan Boden Das neue Logo der Marina

"Bei allen Modernisierungen soll das Flair und der Charme des alten Fischerei- und Fährhafens aber erhalten bleiben", sagt Jan Blad Bonde, einer der drei Betreiber, der zum Abschluss der ersten größeren Baumaßnahmen nun noch den kleinen Leuchtturm auf der Mole gestrichen hat. Ab kommenden Sonntag, 16. Juni, soll nämlich ein großes Einweihungsfest stattfinden. Dann fehlen nur noch die segelnden Gäste. Der Hafen ist zumindest ab sofort geöffnet – und allemal eine Reise wert.

Weitere Infos zum Hafen (noch im Aufbau): www.mommarkmarina.dk.

Erdmann, Johannes


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