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Die Niederlande schaffen die Gebühren für die Frequenzzuteilung von UKW-Geräten auf Yachten ab

Andreas Fritsch am 29.01.2008

Der holländische Nachbar zeigt der deutschen Bürokratie mit beschämender Gradlinigkeit, wie man das Thema Funk praxisnah anpackt. Während hierzulande immer neue Scheine und höhere Prüfungshürden für Frust sorgen, wird in den Niederlanden abgespeckt.

So gaben die niederländischen Behörden bekannt, dass künftig die jährlich anfallende Gebühr für die Seefunkstelle von rund 50 Euro ab sofort gestrichen ist. Offizielle Begründung: Man möchte damit den zu beobachtenden Trend der Skipper ihre UKW-Geräte aus Kostengründen abzuschaffen und nur noch das Handy mit an Bord zu nehmen, bremsen — vor allem aus Sicherheitsgründen. Denn noch immer ist das Mobiltelefon kein gleichwertiger Ersatz für die Funkanlage im Seenotfall. Handys haben nicht immer ein gutes Netz, können von den Seenotrettern nicht eingepeilt werden und es kann kein Ruf abgesetzt werden, der allen Schiffen gilt, wie auf Kanal 16.
Hinzu kam nach Angaben der Behörden außerdem, dass eine interne Überprüfung ergeben hatte, dass die Kostemn für das Eintreiben und Verwalten der Gebühren für die Frequenzzuteilung in keinem vernünftigen Verhältnis zu den Einnahmen stand. Und statt die Gebühren kräftig zu erhöhen entschied man sich nun für deren Streichung.
In Deutschland müssen Segler einmalig 130 Euro für eine Frequenzzuteilung bezahlen sowie folgend jährlich 21 Euro Gebühren.

Andreas Fritsch am 29.01.2008

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