Nordsee
Friedrichskoog wird aufgegeben

Nun ist es amtlich: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat verkündet, dass kein tragfähiges Modell für den Hafen gefunden wurde

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert vor 7 Jahren

stockmaritime/B. Zoellner Der Fischereihafen von Friedrichskoog

"Ein Weiterbetrieb als Landeshafen ist wirtschaftlich nicht vertretbar", so der Politiker nach einem Treffen mit Fischereiminister Robert Habeck (Grüne), Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger und Vertretern örtlicher Bürgerinitiativen in Kiel. Der Hafen habe keine überregionalen Aufgaben mehr und fungiere auch nicht als Schutzhafen, sagte Meyer heute nach Angaben des Online-Portals des "Schleswig-Holsteinisches Zeitungsverlags". Somit sei die Funktion als Landeshafen nicht mehr gegeben.

Der Ort im Kreis Dithmarschen gehört zu den beliebten und törnstrategisch wichtigen Stopps zwischen Cuxhaven und Büsum. Im Sportbootclub Friedrichskoog vor Ort sind rund 135 Mitglieder, die noch 35 Boote im Hafen stationiert haben. Doch schon lange erfüllt die dort noch vorhandene Fischereiflotte nicht die wirtschaftlichen Anforderungen, die laut Land notwendig sind, um die hohen Kosten für Baggerung und Unterhalt weiter zu gewährleisten. 350.000 Euro kostet allein das jährliche Baggern der Fahrrinne, doch nur 24 Kutter sind hier noch stationiert. Die Landesregierung will den Hafen deshalb an die Gemeinde übergeben, doch die kann den Unterhalt nicht allein finanzieren. Nun ist völlig offen, ob der Hafen im nächsten Jahr noch betrieben werden kann.


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Themen: FriedrichskoogHäfenReinhard MeyerSchließungWirtschaftsminister

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