Mittelmeer

Einreise nach Griechenland nur mit QR-Code

Seit gestern dürfen Crews auch zu den Inseln fliegen. Doch alle Einreisenden müssen ein Formular, am besten vor der Reise, ausfüllen und einen QR-Code vorzeigen

Andreas Fritsch am 02.07.2020
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A.Fritsch

Seit dem 1. Juli hat Griechenland seine Grenzen für Touristen wieder in allen Regionen geöffnet, nachdem schon seit Mitte Juni wieder Athen angeflogen wurde. Für etwas Verwirrung sorgte bei den ersten Crews, die jetzt ankamen, dass von den griechischen Behörden nicht gut kommuniziert wurde, dass bei der Einreise jeder Tourist einen QR-Code vorzeigen muss, der entweder schriftlich als Ausdruck oder auf dem Smartphone mitgeführt wird und eigentlich 48 Stunden vor Einreise beantragt werden muss. Das ist in einer entsprechenden Verfügung des Außenministeriums geregelt.

Darin heißt es: "Allen Besuchern wird dringend empfohlen, die Visit-Greece-App vor der Einreise zu installieren. Einreisende sollen, idealerweise vor dem Flug, darin das Passenger Locator Factor (PLF) ausfüllen mit ihren Kontakt-Details vor Ort in Griechenland."

Dummerweise ist dieses Formblatt und die entsprechende App derzeit auf den beiden Webseiten von Visit Greece und dem Außenministerium nicht recht auffindbar. Am simpelsten funktioniert es derzeit wohl über eine weitere offizielle griechische Webseite des Zivilschutz-Amtes, sie ist hier zu finden.

Hintergrund der Auflage ist, dass die griechische Regierung stichprobenartig Einreisende zu Covid-19-Tests direkt am Flughafen auswählt und diese dann vor Ort durchführt. Sollte der Test später positiv ausfallen, werden die Reisenden kontaktiert und müssen in eine 14-tägige Quarantäne. Die Kosten dafür trägt der griechische Staat. Wer das marode griechische Gesundheitssystem kennt, mag dem skeptisch gegenüberstehen. Allerdings hatte Griechenland bislang während der gesamten Pandemie auch nur sehr wenige Covid-19-Fälle (knapp 3400) zu beklagen.

Schwierig ist für Segler, dass sie als Adresse lediglich die der Charterfirma im Starthafen angeben können, diese im Ernstfall aber nicht wirklich weiterhilft. Ob das ein Problem darstellt, bleibt abzuwarten, bislang sind aber noch keine Berichte von Crews bekannt geworden, die am Flughafen zurückgewiesen wurden. 

Andreas Fritsch am 02.07.2020

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