Unglück
Drei Tote nach Mastbruch auf Klipper

Vor der Einfahrt in den Harlinger Hafen bricht der Mast der „Amicitia" und tötet die Männer aus Deutschland. Untersuchung eingeleitet

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 21.08.2016

Foto Gino Press Polizei und Feuerwehr kümmern sich um den Havaristen. Der Baum des Hauptmastes liegt an Steuerbord im Wasser

Als der obere Teil des vorderen Mastes der zweimastigen „Amicitia" am Sonntag gegen 13.50 Uhr bricht und an Deck fällt, trifft er die drei Urlauber (19, 43 und 48 Jahre alt), die mit neun weiteren Familienmitgliedern und dem Skipper sowie dessen Frau an Bord waren, tödlich. Versuche, sie zu reanimieren, schlagen fehl. Der Havarist wird in den Hafen gebracht, wo die Überlebenden, die laut den ersten Meldungen allesamt unverletzt blieben, von Notfallseelsorgern betreut werden. Die Opfer verbleiben zur Unfallaufnahme zunächst an Bord.

Die „Amicita" fährt zusammen mit dem Klipper „Alexandra" für die Leeuwarder Reederei Wadcharter. Das 24,30 Meter lange Schiff wurde 1889 gebaut und bietet Platz für 14 Übernachtungs- und 22 Tagesgäste. Ab 12 Gästen unterliegen die Schiffe in den Niederlanden strengen Auflagen in der professionellen Charter, die auch regelmäßig überprüft werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte auf dem Watt vor Harlingen südwestlicher Wind von 5 bis 6 Beaufort.

Es ist bereits der zweite Mast eines Charterschiffs, der binnen weniger Monate bricht. Im Mai verlor, auch kurz vor Harlingen, der ebenfalls zweimastige Klipper „Poolster" seinen Mast. Dabei gab es vier Verletzte.


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Themen: Deutsche getötetHarlingenKlipperMastbruch

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