Bodensee
Der kleine Bodensee-Knigge

Auswärtige Segler können Blamagen vermeiden, wenn sie sich an ein paar Grundregeln halten. Und sich vor einigen Touristen-Fallen hüten

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 02.09.2013

Bodenseewoche Stilvolles Ambiente. Die festliche geschmückte Festmeile zur Bodenseewoche im Hafen Konstanz

1. Verwenden Sie niemals das Bodensee-Synonym "Schwäbisches Meer". Die Badener, die den weitaus längsten Teil des deutschen Ufers bewohnen, sind den schwäbischen Württembergern in traditioneller Rivalität verbunden. Und sie sprechen auch nicht "schwäbisch"!

2. Legen Sie sich niemals mit einer der Fähren oder den Ausflugsdampfern an. Sie fahren einen grünen Ball, heißt: Ich habe Vorfahrt!

3. Meiden Sie Kontakte mit Fischernetzen. Falls Ihr Schiff doch einmal ins Netz geht: Auf den angehängten Kanistern stehen Initiale, die Sie der Wasserschutzpolizei mitteilen müssen. Sie riskieren dann nicht einmal Ihren Versicherungsschutz, eine Rückstufung oder Ihre Selbstbeteiligung – bei Skipperflucht aber jede Menge Ärger.

4. Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen auftischt. Die Fischdelikatesse Kretzer, eine Barsch-Art, kommt nur frisch aus dem See, wenn in der Speisekarte "Bodensee-Kretzer" steht. Ein "Kretzer vom Bodensee" hingegen hat oft eine weite Reise aus Polen oder Estland hinter sich und wird lediglich vor Ort zubereitet.

5. Imitieren Sie keine Dialekte. Besonders auf Schweizer Seite werden solche Sprach-Experimente oft als Beleidigung empfunden.

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Themen: BodenseeFallenKniggeSpezialverhaltensregeln

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