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Darßer Ort gesperrt

Die Einfahrt zum Nothafen ist stark versandet, Geld für Baggerarbeiten fehlt

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 15.04.2004

Yacht-Archiv Darßer Ort

Wer in diesem Sommer an der mecklenburg-vorpommerschen Küste auf Törn geht, muss zwischen Rostock und Stralsund einen langen Schlag einplanen. Denn der etwa auf halbem Weg gelegene Nothafen Darßer Ort steht in diesem Sommer möglicherweise die gesamte Saison nicht zur Verfügung.

Die Zufahrt zum Anleger ist etwa 200 Meter vor der Einfahrt auf bis zu 70 Zentimeter Wassertiefe versandet. Im Randbereich des Fahrwassers fallen Areale bei Westwindlagen sogar trocken. Die Sperrung bedeutet für Segler, dass auf einer Strecke von mehr als 50 Seemeilen kein Schutzhafen angelaufen werden kann. Umso ärgerlicher ist, dass nicht feststeht, wann die Rinne ausgebaggert wird. Nach Aussage des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund fehlt zurzeit noch das Geld für die Baggerarbeiten.

Um Darßer Ort gibt es seit Jahren Streit, denn Naturschützer wollen den durch regelmäßiges Baggern auf Tiefe gehaltenen Hafen sich selbst überlassen. Das hätte in kürzester Zeit eine Verlandung zur Folge. Zurzeit sind aber keine Alternativen für Darßer Ort als Nothafen in Sicht.


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Themen: Darßer OrtSperrung

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