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Dänemarks schönste Fjorde

Neue Reiseserie über Buchten und Ankerplätze im südlichen Kattegat

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 16.07.2002

H. Teufel

Den Ise- und Roskildefjord, den Odense- und den Mariagerfjord hat YACHT-Korrespondent Jürgen Helm besucht. Mitgebracht hat er Geschichten von Land und Leuten, historische Anekdoten und natürlich jede Menge nützliche Infos für Segler.

Der erste Teil der dreiteiligen Revierserie ist in der neuen YACHT zu lesen (ab Mittwoch am Kiosk). Zusätzliche Törntipps für alle, die Dänemark auf eigenem Kiel ansteuern wollen, gibt's darüber hinaus auch hier:

Dänemarks schönste Fjorde
Unser Korrespondent Jürgen Helm stellt in den YACHT-Ausgaben 15, 16 und 17 die schönsten Häfen und Ankerplätze im Ise- und Roskildefjord, im Odense Fjord sowie im Mariager Fjord vor. Zu den Artikeln im Heft nachfolgend hilfreiche Zusatzinformationen für alle, die Lust bekommen haben, die Reviere auf eigenem Kiel zu entdecken.

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Literaturtipps und Seekarten für Dänemarks Fjorde

  • Broschüre vom Fremdenverkehrsamt in Roskilde: "Hafenguide Isefjord und Roskilde Fjord" mit Übersichtskarte, Hafenbeschreibungen und Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten.
  • Von Fyn Tour: "Auf Streifzug durch die Dänische Südsee", von Heide Preben.
  • Aus dem Delius Klasing Verlag: Seekarte Nr. 53 aus dem Satz 5 "Südliches Kattegat" (auch auf CD-ROM); Seekarte Nr. 36 aus Satz 3 "Rund Fünen" (auch auf CD-ROM); "Törnführer Dänemark 2" von Jan Werner
  • Vom NV-Verlag: Sportschifffartskarten Serie 3, "Gewässer um Samsø, Sund und Kattegat", Kartenblatt S 34
  • Aus der Edition Maritim: "Ankerplätze in Dänemark" von Gerti und Harm Claußen sowie "Hafenführer Dänemark 3"
  • Von den Vikingeskibshallen in Roskilde: "Mit den Wikingern als Lotse an der dänischen Küste", von Max Vinner

Häfen, Ankerbuchten, Sehenswürdigkeiten

  • Rørvig, Hundested und Lynæs sind die ersten Häfen, die angelaufen werden können. Während Hundested ein aktiver Fischereihafen ist mit viel Atmosphäre und guten Fischrestaurants (Hafengeld für Boote bis zehn Meter: 90 dkr.), hat Lynæs vor allem alle Annehmlichkeiten einer modernen Marina zu bieten (80 dkr.).
  • Kulhuse (50 dkr.) an der nördlichen Spitze der Halbinsel Hornsherred ist häufig überfüllt und liegt in einem landschaftlich schönen Sommerhaus- und Campinggebiet. Eine längere Wandertour führt zum Nordskoven nördlich vom Jægerspris Slot. Im Nordskov (Nordwald) stehen über 1000 Jahre alte Eichen.
  • Frederiksværk ist eine neuere Marina etwas außerhalb der Stadt (60 dkr.). Am Überlaufkanal für den Arresø entstand nicht nur ein gemütliches Stadtensemble, sondern auch Dänemarks Rüstungszentrum, wo seit 1781 Kanonen gegossen und bis 1965 in "Hærens Krudtværk" Pulver hergestellt wurde. Die frühere Kanonengießerei - Gjethuset - von 1769 ist nun Kulturhaus, nördlich der Stadt liegt das Freilandsmuseum "Krudtværksmuseet".
  • Östlich der Kronprins-Frederik-Brücke liegt die Marina Frederikssund (70 dkr.). Unmittelbar neben dem Hafen ist ein Wikingerdorf rekonstruiert worden. Im Sommer werden im Freilufttheater mit bis zu 250 Darstellern die Wikingerspiele aufgeführt. Während des Sommers werden in diesem Jahr größere Umbauarbeiten im Hafen durchgeführt.
  • Jyllinge Nord (50 dkr.) und Jyllinge Yachthafen (80 dkr.) werden über ein separates Fahrwasser angelaufen, dessen Tiefe in den Seekarten mit 1,50 Meter angegeben ist. Lokale Segler verweisen jedoch darauf, dass Boote mit Tiefgang bis zu 2,40 m ohne Schwierigkeiten den attraktiveren, südlicher gelegenen Jyllinge Yachthafen angelaufen haben. Zum gemütlichen Fischereihafen mit den roten Geräteschuppen und idyllischen Fischerhäusern sind es nur wenige Minuten.
  • Skuldelev (50 dkr.) liegt im engsten Teil des Fjordes auf dessen westlicher Seite. Es ist ein kleiner, einfacher Hafen mitten in einer wunderschönen Natur, der von Schiffen mit max. 1,80 m Tiefgang angelaufen werden kann. In Skuldelev by liegt das "Dukkemuseet" mit gut 200 Puppen, die älteste von 1860. Unmittelbar südlich von Skuldelev liegt Peberrenden, wo die fünf in Roskilde ausgestellten Wikingerboote gefunden worden sind.
  • Der ehemalige Fischereihafen Bryggevig (gratis) hat im Hafenbassin nur eine Wassertiefe von 1,40 bis 1,50 m, doch außerhalb des Hafens kann auf ca. zwei Meter Wassertiefe geankert werden. Von hier wie auch vom prachtvollen Ankerplatz im Møllekrogen ist es ein kurzer Spaziergang zum sehenswerten Selsø Slot von 1576, das Besuchern offensteht.
  • Gershøj mit seinem kleinen Hafen (50 dkr.) ist ein typisches Exempel eines ehemaligen Fischerdorfes. Hier ist es still und beschaulich und über den "kongelig priviligerede kro" hinaus, der für seine Aalgerichte berühmt - gewesen - ist, gibt es hier keine Attraktionen.
  • Ruhig, doch wunderschön ist es in der Lejre Vig, wo auf 1,80 m Wassertiefe einige Pfähle eingeschlagen worden sind. Von hier aus sind es nur wenige Seemeilen zum gemütlichen Herslev Yachthafen (70 dkr.), der abseits von jeglichem Verkehr liegt, doch alle notwendigen Serviceeinrichtungen hat. Hier werden Fahrräder gratis zur Verfügung gestellt, mit denen das acht Kilometer entfernte archäologische Forschungszentrum Lejre besucht werden kann, wo ein Steinzeitalterdorf mit vielen Aktivitäten aufgebaut worden ist.
  • Auf dem Weg nach Roskilde liegt der verhältnismäßig neue Hafen Veddelev (60 dkr.) mit allen Serviceeinrichtungen.
  • Roskilde (80 dkr.) ist eine moderne Marina in einem höchst interessanten Milieu mit Museumsinsel, dem Wikingermuseum und einer lebhaften Stadt wenige Gehminuten vom Hafen. Der Roskilde Dom, wohl der prächtigste Dänemarks, ist Grabstätte für die meisten dänischen Könige seit mehreren hundert Jahren.
  • Ein gern besuchter Ankerplatz ist die Kattinge Vig, wo bei schönem Sommerwetter eine beinahe tropische Atmosphäre herrscht, mit der außergewöhnlichen Ringøen im Mittelpunkt, die - wie alle anderen Inseln auch - erst nach dem 15. Juli betreten werden darf.

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Charter

  • Nächster Charterstützpunkt ist Scancharter mit dem Ausgangshafen Ebeltoft (Øer Maritime Ferieby) in Jütland. Telefon 0045-86 34 00 10, Fax 0045-86 34 51 10, www.scancharter.dk .

Häfen, Ankerbuchten, Sehenswürdigkeiten

  • Enebærodde ist ein sicherer Ankerplatz bei nördlichen und westlichen Winden. Hier liegen auch zwei mit DS gekennzeichnete Ankerbojen, die jedoch nur von Mitgliedern eines dänischen Segelklubs benutzt werden dürfen. Die Brücke ist dem Ausflugsschiff "Svanen" vorbehalten.
  • Kurz vor dem Otterup Havn liegt am Ende des betonnten Egense Dyb zwischen den roten Bojen 14 und 16 etwas außerhalb der Fahrrinne ein stiller Ankerplatz auf zwei bis 3,70 Meter Wassertiefe. Von hier wie auch vom Otterup Havn (Hafengeld 70 dkr.) können Ausflüge unternommen werden zum Gutshof Hofmansgave (ca. 2 km), zur Halbinsel Hals oder zum vor 1000 Jahren errichteten Glavendrupstein (14 km), dem Runenstein mit Dänemarks längster Inschrift mit 210 Zeichen. Im Hafen können Fahrräder gemietet werden.
  • Der Fischereihafen Bregnør (50 dkr.) liegt am Ende einer 200 Meter langen Brücke. Bis nach Kerteminde sind es sieben Kilometer. Es ist ein kinderfreundlicher Hafen mit Badestrand. Ein neues Servicehaus ist gerade in diesen Wochen eröffnet worden.
  • Klintebjerg Havn kann nur zum kurzzeitigen Anlaufen empfohlen werden. Schiffe mit Tiefgang über 1 Meter können am Brückenkopf auf knapp zwei Meter Wassertiefe festmachen. Bevor der Kanal gebaut wurde, war Klintebjerg Umschlaghafen der Güter für den Nordfünschen Bereich.
  • Der Stige Havn (60 dkr.) ist Heimathafen des Odense Sejlklubs, der die populäre Regatta Fyn Rundt organisiert (seit zwei Jahren gemeinsam mit dem Kerteminde Sejlklub). Von hier aus überquert eine kleine Fähre den Kanal nach Stige, von wo regelmäßige Busverbindungen zum gut sechs Kilometer entfernten Odense bestehen.
  • In Odense kann entweder der Yachthafen im westlichen Drehbecken (85 dkr.) oder das Bassin 2 des Industriehafens (70 dkr., bis 10 m) angelaufen werden. Beide Häfen sind nicht besonders gemütlich, der letztere liegt jedoch nur ca. zehn Gehminuten vom Stadtzentrum Odense entfernt. Odense ist Dänemarks drittgrößte Stadt und bietet in seiner gemütlichen Stadtmitte alles von Einkauf über Restaurants und Museen. Brandts Kleiderfabrik, eine frühere Weberei und Uniformschneiderei, ist heute Odenses kulturelles Zentrum mit Museen, Ausstellungen, Cafés und Musikrestaurants.

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Touristen-Infos

Häfen, Ankerbuchten, Sehenswürdigkeiten

  • Als Odde direkt am Eingang des Mariager Fjords ist ein kleiner Lotsen- und Schuhanleger, wo jedoch auch kurzfristig angelegt werden darf.
  • Hadsund Fiskerihavn (Hafengeld 50 dkr.) bietet nur relativ ungeschützte Liegeplätze an, die WC-Anlagen sind sehr einfach, dafür sind es nur wenige Meter zum Stadtzentrum Hadsund mit allen Versorgungsmöglichkeiten.
  • Gemütlicher und ruhiger ist es im Lystbådehavn Hadsund (75 dkr.) auf der Westseite der Brücke mit gepflegten Sanitäranlagen und einem Mastkran sowie Slipanlage.
  • Der kinderfreundliche Hafen in Kongsdal am Südufer des Fjords ist liebevoll von den lokalen Seglern hergerichtet worden, u.a. mit hervorragenden sanitären Anlagen. Für Trailerboote steht eine Slipanlage zur Verfügung, außerdem gibt es einen Mastkran. Bis nach Assens mit Skandinaviens einziger Salzfabrik ist es nur 1 km. Fahrräder können beim Hafenmeister geliehen werden. Im nahen ehemaligen Kalkbruch wurde das Grundmaterial für Dänemarks erste Zementfabrik gebrochen. Heute wachsen hier zahlreiche Orchideenarten, die unter Naturschutz stehen.
  • Nur Schiffe mit einem Tiefgang von max. 1,80 m sollten den einfachen, naturschön gelegenen Hafen Vive (60 kr.) auf der Nordseite des Fjords anlaufen, die bei ruhigem Wetter an der Außenseite des Bollwerks festmachen können. Das eigentliche Hafenbecken, in dem es auch eine Rampe gibt, hat nur eine Wassertiefe von ca. 1 m.
  • Der ehemalige Handelshafen Mariager (75 dkr.) ist nun ganz auf die Belange der Freizeitsegler eingerichtet worden. Bis ins historische Stadtzentrum sind es nur wenige Minuten. Das interessante Salzzentrum liegt direkt am Hafen, ebenso ein Eisenbahnmuseum, von wo regelmäßig Veteranenzüge nach Handest und Randers fahren. Ziel einer Wanderung durch die abwechslungsreiche Moränenlandschaft könnte Hohøj sein mit einem wunderbaren Blick über den Mariager Fjord.
  • Hobro war bis ins Mittelalter hinein wichtiger Handelsumschlagplatz, seine Bedeutung wird von der 980 gebauten Ringburg "Fyrkat', unterstrichen, die wohl nach römischem Vorbild gebaut worden ist und eine Garnison von mehreren hundert Soldaten unterbringen konnte. Von der Stadtmitte sind es ca. 2 km nach "Fyrkat'' und 1 km zum Wikingerhof, einem arbeitenden Museum mit allen möglichen Aktivitäten, wo sich Familien einquartieren und wie zu Wikingerzeiten leben können. Hobros Lysthavn (75 dkr.) liegt knapp 1 km außerhalb des Stadtzentrums während der Handelshafen (5 dkr. Per Meter, minimum 75 dkr.) direkt in der Stadt liegt. In einem der alten Lagerhäuser des Hafens ist Hobros "Museet for Danske Lystfartøjer" untergebracht, ein sehenswertes Museum, das sehr interessant die Entwicklung des Segelns als Freizeitbeschäftigung dokumentiert und inzwischen einige prachtvolle Segelboote ausstellen kann.

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Themen: DänemarkFjordeSegelreviereSerie

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