Hafenneubau Olpenitz

Auch 2015 bleibt Olpenitz geschlossen

An der Schleimündung sollte einst die größte Marina und Ferienanlage Nordeuropas entstehen. Derweil werden bescheidenere Töne angeschlagen

Ricarda Richter am 05.03.2015
Skizze Olpenitz

2016 soll mit dem Bau der neuen Marina begonnen werden

Der einstige Marinehafen Olpenitz an der Schleimündung erwacht langsam nach Jahren des Stillstandes wieder zu neuem Leben. Nachdem der ehemalige Berliner Investor 2011 Insolvenz anmelden musste, erwarb die Helma Ferienimmobilien GmbH im Oktober 2013 das rund 150 Hektar große Gelände. Aus dem Projekt "Port Olpenitz" wurde "OstseeResort Olpenitz" – und obwohl es dem Namen nach nun deutlich mehr nach Urlaubsziel klingt, wurde die angestrebte Bettenzahl von ehemals 7000 um mehr als die Hälfte reduziert.

Der Olpenitzer Hafen wurde 2014 wegen weiterer Abrissarbeiten der alten Marinegebäude an Land vollständig für Segler gesperrt – und ist es bis heute. Mit dem Neubau der Marina soll nach Angaben des Helma-Geschäftsführers Per Berlag Arnholm voraussichtlich wohl in der ersten Jahreshälfte 2016 begonnen werden. Statt einiger tausend wird es nun nur noch wenige hundert Liegeplätze geben. Die meisten Boxen werden Gastliegern zur Verfügung stehen. Nur im Nordbereich der Anlage und dem dort vorgesehenen kleineren Yachthafen werden sie einzeln durch die Immobilienfirma verkauft. Der neue Betreiber der Marina steht inzwischen fest, auf Rückfrage der YACHT wollte Arnholm den Namen aber nicht preisgeben.

Nicht nur Liegeplätze und Unterkünfte werden gestrichen, auch bei der geplanten Infrastruktur soll auf Golfplatz, Kirche und Inseln im Hafenbecken mit Restaurants verzichtet werden. Das gesamte Vorhaben wurde deutlich komprimiert, die aktuell veranschlagte Investitionssumme reicht mit 250 Millionen bei weitem nicht an das ehemalige Mega-Projekt heran. Dafür sind auch die kritischen Stimmen weniger geworden. An den Olpenitzer Hafenanlagen stehen inzwischen die ersten Bauten des neuen Investors – und sind fast restlos verkauft. Vor allem Kapitalanleger aus Berlin und Hamburg erwerben die Immobilien. Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, wird die Anlage 2022 fertiggestellt.
 

Ricarda Richter am 05.03.2015

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