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Arved Fuchs segelt an die Ostküste von Grönland

Der deutsche Polarforscher Arved Fuchs berichtet von seiner Grönland-Reise

  • Jan Plagmann
 • Publiziert am 28.11.2006

YACHT

An Bord der “Dagmar Aaen” ist Arved Fuchs mitsamt seiner Crew im Sommer in den Keyser-Franz-Josef-Fjord gesegelt. Der gehört zum Ostgrönland Nationalpark, welcher flächenmäßig etwa zweimal so groß wie Deutschland und damit der größte Nationalpark der Welt ist.

Hier darf man nur mit Genehmigung vom Dänischen Polarcenter in Kopenhagen segeln. Diese hatte sich Arved Fuchs natürlich vor der Abreise eingeholt. Die Anforderungen an Schiff und Ausrüstung sind hoch und exakt einzuhalten. Das scheint auch notwendig, denn die östliche Küste von Grönland ist dünn besiedelt und schwer zu besegeln.

Im Ostgrönlandstrom versperren Eisberge nicht selten den Weg und sorgen für Gefahr. Viele Expeditionen scheiterten bereits daran und havarierten im Packeis. Diese Gefahr zu mindern ist der Zweck der hohen Sicherheitsauflagen des dänischen Polar-Ministeriums.

Entlang der Ostküste Grönlands gibt es gerade einmal zwei Siedlungen, sowie eine Handvoll Wetter- oder Militärstationen. Weit nördlich davon findet sich abgelegen und zwischen steil aufragenden Eiswänden die Insel Ella Ö. Ein sanfter Hügel mit einigen bunten Hütten der berühmten Siriuspatrouille.

Arved Fuchs Karte von Grönland

Diese Eliteeinheit des dänischen Militärs, deren Kadetten eine zweijährige Ausbildung im Grönlandeis durchlaufen müssen, hatte hier einen kleinen Wachposten. Streng kontrollieren zwei dieser Soldaten Fuchs seine Genehmigung aus dem Königreich, bevor sie sich auf einen gemütlichen Plausch mit den Expeditionsteilnehmern einlassen.

Tiefer und tiefer drängt die “Dagmar Aaen” in den Norden, bis sie im Bereich der Sabine-Insel auf Höhe des 74 Breitengrads auf dichtes Packeis stößt. Bis dahin haben die Forscher die Höhen und Breiten von Gletschern und Eisbergen vermessen und ihr beschleunigtes Schmelzen in den letzten Jahren feststellen müssen. In den vergangen 10 bis 15 Jahren sind doppelt so viel Gletschermasse geschmolzen, wie zwischen 1961 und 1990.

Welche weiteren erstaunlichen Entdeckungen Arved Fuchs auf seiner Reise gemacht hat und wie die Crew einen Sturm mit 50 Knoten Wind auf dem Weg nach Island übersteht, lesen Sie jetzt in der neuen YACHT 25-26, ab Mittwoch an ihrem Kiosk.


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