Griechenland
Am Kanal von Levkas wird gebaut

Das Nadelöhr im Ionischen Meer soll besser vor Versandung geschützt und wieder auf Tiefe gebracht werden. Einschränkungen diese Saison

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 25.06.2015

Coogle Earth Pro Die Einfahrt mit ungefährer Lage der neuen Buhnen

Die schmale Durchfahrt an der Nordostspitze von Levkas ist manchmal knifflig: An der Zufahrt liegt eine Sandbarre, die sich ständig durch Strom verändert, die Zufahrt versandet, und an der Südseite vor der alten Festung liegen Steine und Felsplatten. Die Betonnung änderte sich laufend und war oft "löchrig". Da einige große Steine dort liegen, hatten Yachten immer wieder Grundberührung. Wer die Einfahrt geschafft hat, wartet vor der Schwimmbrücke, die immer zur vollen Stunde öffnet. Danach ging es in den Kanal, der ebenfalls zur Versandung neigt. 

YACHT/A. Fritsch Bauarbeiten am Kanal

Wer sich nun dem Kanal von Norden nähert, muss Vorsicht walten lassen, denn dort schüttten Schwimmkräne zwei Buhnen oder Wellenbrecher auf, die weit ins Meer hineinragen. Die Bagger und Kräne sind gekennzeichnet, aber nachts mitunter schwer zu erkennen. Die Steinwälle sollen vermutlich das Sediment stoppen, das von Westen immer wieder in die Einfahrt schwemmt. Zeichnungen oder Pläne des Baus waren im Juni vor Ort nicht zu bekommen. Die Sandbarre vor der Einfahrt wird mit riesigen Mengen Natursteinen aufgeschüttet, die zum Teil noch auf den Buhnen verteilt werden sollen, aber wohl auch die Sandbarre bedecken werden. Dahinter wird am Westufer der Kanaleinfahrt die Kaimauer erneuert. Im vorderen Bereich können Yachten aber noch immer anlegen und auf die Öffnung warten.

YACHT/A. Fritsch Bauarbeiten am Kanal

Für die Zeit der Bauarbeiten wurden alle Fahrwassertonnen entfernt, wer die Nordeinfahrt anläuft, sollte also auf der Hut sein. Normalerweise war es besser, sich eher an der Sandbarre zu halten als dicht am historischen Fort, da dort die Steine waren. Die Bagger arbeiten aber auch dort; ob sie die Tiefe vereinheitlicht haben, war ebenfalls im Juni noch nicht in Erfahrung zu bringen. Auf Tiefe gebracht wird aber der weitere Verlauf des Kanals. Zum Ende der Bauarbeiten soll er wieder durchgehend sechs Meter bieten. Zeitweilig war er an einigen Stellen, besonders am Rand, nur noch etwa halb so tief.

Von einer nächtlichen Ansteuerung sollten Crews wegen der unübersichtlichen Lage im Moment lieber Abstand nehmen.


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Themen: BauarbeitenGriechenlandIonisches MeerKanalLevkas

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