Volvo Ocean Race

SCA-Frauen in Down Under obenauf

Triumph in Magenta: Team SCA hat nach dem Sieg vor Auckland als einzige Crew bereits zwei Rennen im Kampf um die InPort-Trophäe gewonnen

Tatjana Pokorny am 14.03.2015
Volvo Ocean Race 2014/2015, InPort-Trophäe Auckland

"Catch me if you can": Für die fünf Männer-Crews war das Frauen-Team SCA am Samstag im Hafenrennen von Auckland nicht zu stoppen

Für die Gesamtwertung des Volvo Ocean Race spielen die InPort-Rennen in den Etappenhäfen kaum eine Rolle. Die Ergebnisse werden nur dann als Entscheidungsfaktor von Bedeutung sein, wenn am Ende der Weltumseglung zwei oder mehrere Teams gleichauf liegen. Dennoch geht es bei den InPort-Rennen um viel Prestige und Selbstbewusstsein.

Klaartje Zuiderbaan, Sam Davies, Jeanne Gregoire, Annie Lush, Carolijn Brouwer, Liz Wardley and Stacey Jackson (v.l.)

SCA-Steuerfrau Carolijn Brouwer

Die dreimalige Olympiateilnehmerin und SCA-Steuerfrau Caroljin Brouwer führte das Frauen-Team an der Seite der amerikanischen Taktikerin Sally Barkow – einst Trainingspartnerin der Berliner Olympia-Vierten Ulrike Schümann – vor Auckland nun schon zum zweiten Sieg auf der Kurzstrecke. Während der Wettfahrt konnten die Damen ihre Führung auf 20 Sekunden ausbauen und kreuzten die Ziellinie souverän vor Bouwe Bekkings stark aufkommendem Team Brunel und dem spanischen Team Mapfre. Charles Caudreliers in der Gesamtwertung führendes Dongfeng Race Team musste sich mit Platz vier begnügen, während sich Team Alvimedica und Abu Dhabi in ein Duell verwickelten, das sie in dieser Reihenfolge nur als fünftes und sechstes Boot ins Ziel kommen ließ.

Volvo Ocean Race 2014/2015, InPort-Trophäe Auckland

Die Fans strömten in die Regattastadt in Auckland

Hier geht es zum Gesamtstand in der InPort-Serie

Volvo Ocean Race 2014/2015, InPort-Trophäe Auckland

Die Szenerie erinnerte an glorreiche America's-Cup-Zeiten: Zehntausende Fans erlebten das InPort-Rennen von Auckland auf dem Wasser und an Land mit

Für die Frauen-Mannschaft kam der Sieg nach dem erneut letzten Platz in Etappe vier als Motivationsschub gerade recht. Die britische Navigatorin Libby Greenhalgh sagte nach dem Rennen: "Wir habe gewonnen, weil wir das Rennen einfach gestaltet und unsere Manöver auf ein Minimum beschränkt haben. Das hat sich für uns ausgezahlt." Ihr erstes InPort-Rennen hatten die Frauen schon Anfang Januar in Abu Dhabi gewonnen. Seitdem wussten die Seglerinnen in Pink, dass sie ihre männliche Konkurrenz auf kürzeren Strecken schlagen können. Skipperin Sam Davies sagte: "Es war echt hart. Das haben wir in den Übungsrennen zuvor schon erlebt. Da haben wir viele Fehler gemacht. Doch heute war ein brillianter Tag." Davies Blitzanalyse klang überzeugend: "Wir haben gutes Teamwork gezeigt, einen großartigen Start und gute Taktik. An Bord von SCA hat heute einfach alles perfekt funktioniert."

Startverschiebung für Etappe 5

Auch wenn der Sieg die Frauen in der Gesamtwertung nicht weiter nach vorne bringt, so bewertet Davies ihn dennoch als hoch: "Ich bin wirklich glücklich, weil dieser Sieg die Moral unseres Teams in den kommenden zwei Tagen stärken wird, in denen wir auf Pam (Red.: herannahendes Orkantief der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern) warten, bis es uns für den Kurs ins Südpolarmeer Platz macht." Die Rennleitung hatte zuvor den Start in die fünfte Etappe um mindestens zwei Tage auf Dienstag verschoben. Eine endgültige Entscheidung über den finalen Starttermin soll bis Sonntagabend fallen.

Hier geht es zum Gesamtstand im Volvo Ocean Race

Tatjana Pokorny am 14.03.2015

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