Vendée Globe

Vom Dragrace zum Matchrace

Stamm geht in Führung, Le Cléac'h parkt ein, und trotzdem bleibt alles offen – der Southern-Ocean und die Vendée haben eigene Gesetze

Bendix Hügelmann am 07.12.2012
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Der Schweizer Bernard Stamm hat mit "Cheminées Poujoulat" die Führung übernommen – wird er sie halten können?

Nachdem sich Bernard Stamm und seine "Cheminées Poujoulat" über Nacht an die Spitze der Führungsgruppe haben setzen könne, versprechen die kommenden 24 Stunden spannend zu werden: Das obligatorische Eisgate Port Crozet liegt gerade mal 110 Seemeilen nordöstlich des von Stamm angeführten Trios und besonders der junge François Gabart auf "Macif" hängt dem charismatischen Schweizer hartnäckig an den Fersen, dicht gefolgt vom Altmeister Jean-Pierre Dick auf "Virbac Paprec".

Le Cléac'h unter Druck

Armel Le Cléac'h ist derweil auf Rang vier zurückgefallen und hat zudem deutlich weniger Wind als seine Gegner. Er steht derzeit ca. 80 Seemeilen südlich von Porte Crozet, hat dieses jedoch schon absolviert. Le Cléac'h wird nun versuchen, nach Süden zu kommen, um gemäß der alten Southern-Ocean-Faustregel  "Go south, wait till it's blowing 40 Knots, turn east" den Anschluss an Stamm und Co nicht zu verlieren. Doch noch ist das Hochdruckgebiet, in dem sich Le Cléac'h mit "Banque Populaire" befindet, nicht überwunden: Während "Banque Populaire" mit knappen neun Knoten gen Süden segelt, laufen Stamm, Gabart, Dick und Thomson deutlich schneller gen Port Crozet. 

Neustart im Southern Ocean?

Zwei Fragen sind nun relevant: Wird Armel Le Cléac'h das Hochdruckgebiet schnell genug überwinden, um im Süden stärkeren Wind zu finden? Und wie wird sich Bernard Stamm nach dem Passieren des Eisgates positionieren? Noch ist Le Cléac'h langsam, doch sein Vorsprung nach Süden könnte sich im Sprint zum nächsten Eisgate als Vorteil erweisen. Vieles deutet darauf hin, dass die Karten der führenden Fünf im Spiel aus Ost- und Süd neu gemischt werden könnten.

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Bernard Stamm (gelbe Kurslinie) sollte das Eisgate innerhalb der nächsten zwölf Stunden passieren und danach wieder gen Süden abtauchen. Die Frage wird sein: Wie weit?

Bendix Hügelmann am 07.12.2012

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