Regatta
Vendée Globe: Neustart vor Brasilien

Die Spitze schiebt sich zusammen, Boris Herrmann zwischenzeitlich nur noch 50 Seemeilen von der Führung entfernt

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 13.01.2021
Die Positionen um 5:00 UTC Die Positionen um 5:00 UTC Die Positionen um 5:00 UTC

Vendée Globe Die Positionen um 5:00 UTC

Das sich gestern abzeichnende Szenario hat sich in der Nacht fortgesetzt. Mit etwas mehr Wind als die Führenden konnte Boris Herrmann weiter aufschließen, lag zwischenzeitlich nur knapp 50 Seemeilen hinter Spitzenreiter Yannick Bestaven und "Maître Coq IV".

Am frühen Morgen jedoch war es zunächst mit der Aufholjagd vorbei. Die Boote an der Spitze bekamen etwas mehr Wind, ein bis zwei Knoten mehr als Herrmann, und vergrößerten mit einem ähnlichen Unterschied in der Bootsgeschwindigkeit den Abstand wieder. Um 5:00 Uhr UTC lag Herrmann rund 64 Seemeilen hinter Bestaven.

Doch diese Abstände bedeuten nichts. Voraus wartet Ostwind mit zehn bis 13 Knoten und einem löchrigen Spielfeld. Das könnte Herrmann in die Karten spielen. Er hat auf dem Papier das am besten geeignete Boot für diese Bedingungen.

Charlie Dalin ("Apivia", Platz 2) und Thomas Ruyant ("LinkedOut", Platz 4) können nach Bruch beide nicht ihr Backbord-Foil einsetzen, es wird aber auf diesem Bug gesegelt. Die Boote von Yannick Bestaven und Louis Burton ("Bureau Vallée 2", Platz 3) sind mit Foils der zweiten Generation ausgerüstet, also deutlich kleineren als denen auf Herrmanns "Seaexplorer". Damien Seguin ("Groupe Apicil", Platz 5) hat gar keine Foils.

So sieht sich auch Thomas Ruyant in einer etwas schlechteren Ausgangsposition: "Es gibt nichts, was den Verlust eines Foils kompensiert", sagte er. "Ich werde das Tempo ständig anpassen müssen müssen, eine etwas andere Art finden müssen, Dinge zu tun. Aber das wird den Unterschied nicht ausgleichen, wenn ein Boot auf sein Foil kommt."

Dennoch sagt er Spannung bis ins Ziel voraus: "Es ist lustig, wenn man sieht, dass all diese Boote nach zwei Monaten Rennen zusammenkleben. Es ist unglaublich, verrückt. Es wird ein atemberaubendes Rennen bis zum Ende sein, viele Dinge werden passieren, wir werden alle am selben Tag ankommen."


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Themen: Boris HerrmannVendée Globe

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