Regatta

Vendée Globe: im Westen was Neues

Das Spitzenduo enteilt, die Verfolger teilen sich auf, "Hugo Boss" wieder dabei, Drohnenaufnahmen von Boris Herrmann

Lars Bolle am 25.11.2020
Vendée Globe
Boris Herrmann

Aufnahmen mit der Drohne von Boris Herrmann, im Hintergrund Yannick Bestaven

Das sich gestern abzeichnende Bild der Flotte ist klarer geworden. An der Spitze konnte sich Charlie Dalin mit "Apivia" mit seinem Südkurs weiter absetzen und führte beim Positionsupdate um 4:00 UTC mit 82 Seemeilen vor Verfolger Thomas Ruyant auf "LinkedOut", der eine ähnliche Kurswahl verfolgt.

Vendée Globe

Die Positionen der Spitzengruppe um 4:00 UTC

Erstes Boot der Verfolgergruppe ist Jean Le Cam auf "Yes we Cam", 362 Seemeilen hinter "Apivia". Offenbar ist die westlichere Kursvariante, die fast genau nach Süden führt, aber einen längeren Weg bedeutet, jetzt die bessere Option. Von der Verfolgergruppe segelten nur noch Boris Herrmann ("Seaexplorer"), Yannick Bestaven ("Maître Coq IV") und Jean Le Cam die Option nach Südosten.

Auf den Süd- bis Südsüdwestkurs sind dagegen die weiteren fünf Boote der Verfolgergruppe eingeschwenkt. Diese wird angeführt von Samantha Davies auf "Initiatives-Cœur", die diese Option zusammen mit Louis Burton auf "Bureau Vallée 2" als erste wählte und mit der sich beide absetzen konnten. Auf das Gesamtklassement zahlt die Entscheidung noch nicht ein, da der Südkurs kaum Weggewinn Richtung Ziel bedeutet. Sollte sich aber weiter westlich mehr Wind finden, könnte es für Boris Herrmann schlecht ausgehen. Tatsächlich sah es in den letzten Stunden danach aus.

Zu den Booten mit der Südsüdwest-Option gehört auch Alex Thomson mit "Hugo Boss". Die Reparaturen der schweren Schäden an den Rumpfversteifungen im Vorschiff sind abgeschlossen, zuletzt war er wieder im vollen Rennmodus, auf Rang acht, jedoch bei leichtem Wind und nur knapp neun Knoten Speed. Ob die Reparaturen dauerhaft halten, wird sich nach Verlassen des St.-Helena-Hochs zeigen.

Für diese Veranstaltung ganz besondere Aufnahmen von Bord lieferte der Deutsche. Nicht allein, dass Boris Herrmann seine Drohne nutzte, er lag auch extrem dicht, in Rufweite zum Franzosen Yannick Bestaven. Und das nach 5600 Seemeilen.

Drohnenaufnahmen von Boris Herrmann

Und Herrmann gibt in zwei Videos interessante Einblicke in den Bordalltag, was es für eine Schinderei bedeutet, einen Segelwechsel zu absolvieren.

Segelwechsel bei Boris Herrmann – Teil 1


 

Segelwechsel bei Boris Herrmann – Teil 2

Lars Bolle am 25.11.2020

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