Regatta

Vendée Globe: "Charal" rammt UFO und muss umdrehen!

Einer der Top-Favoriten um den Sieg bei der Vendée ist so gut wie raus: Jérémie Beyou kollidiert mit Treibgut und kehrt nach Les Sables d'Olonne zurück

Andreas Fritsch am 11.11.2020
Charal Open60 Defi Azimut 2018 PR_AZIMUT_210918_0406
Yvan Zedda/Defi Azimut
Vendée-Arctiques-Les Sables d'Olonne

Jérémie Beyou

Heute Vormittag meldete das Team vom Top-Favoriten "Charal", dass das Boot gestern Nacht mit dem Ruderblatt Treibgut gerammt hatte. Zunächst hieß es, Skipper Jérémie Beyou könnte den Schaden wohl auf See reparieren, doch nachdem das Team mit ihm zusammen den Schaden genauer analysiert hat, entschloss sich der Franzose umzudrehen und zurück nach Les Sables d'Olonne zu segeln.

Damit ist einer der ganz großen Favoriten so gut wie ausgeschieden. Nach seinem dritten Platz bei der letzten Auflage galt "Charal" als eins der schnellsten Boote im Feld, war früh fertig und in den letzten einheinhalb Jahren immer besser und schneller geworden.

Der Franzose will noch nicht aufgeben, hofft vermutlich auf ein kleines Wunder, wie es Michel Desjoyeaux bei einem seiner beiden Vendée-Globe-Siege 2008/09 gelang, als er kurz nach dem Start für Reparaturen nach Wassereinbruch und elektrischen Problemen zurücksegeln musste und es tatsächlich noch schaffte, das Feld wieder einzuholen und am Ende sogar zu gewinnen. Allerdings hatte der Franzose damals großes Glück, weil er beim Restart idealen Wind hatte und das Feld im Südatlantik lange aufgehalten wurde.  

Andreas Fritsch am 11.11.2020

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