Vendée Globe

Klassik à la carte: großes NDR-Interview mit Boris Herrmann

Der Segelprofi zu Gast im NDR-Studio: Im ausführlichen Gespräch berichtet er von seinen Sorgen um die Meere, Kindheit und Karriere sowie ehrgeizigen Plänen

Tatjana Pokorny am 27.07.2019
Boris Herrmann – Team Malizia
Eliza Chohadzhieva

Boris Herrmann auf "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco"

Es kommt nicht sehr oft vor, das sich große öffentlich-rechtliche Sendeanstalten dem Segelsport so intensiv widmen: Skipper Boris Herrmann war zu Gast im Studio der NDR-Sendung Klassik à la carte und gewährte dort tiefe Einblicke in sein Leben als Segelprofi, seine Karriere, seine Sorgen um den Zustand der Weltmeere und seine Pläne für die Zukunft. Der 38-Jährige erzählt im Gespräch mit Annemarie Stoltenberg von seinen ersten Segelschlägen und seinen Weltumsegelungen ebenso wie vom Jollensegeln mit dem 505er, von Abenteuern auf See, von den Herausforderungen im Kampf gegen die Klimaerwärmung und den vielfältigen Anforderungen an einen Segelprofi in heutiger Zeit.

Hier geht es zum hörenswerten Interview.

Portrait Boris Malizia II Herrmannn RdR 2018 PR_031118_RDR_BorisHerrmann_Yannick Kethers_0028

Hat seine Vendée-Globe-Premiere im Visier: Skipper Boris Herrmann

Team Malizia

Herrmanns Imoca-Yacht "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco" im Training

Herrmann erzählt, dass es vor allem sein Vater war, der ihn einst für den Sport in Wind und Wellen begeisterte. Der Vater sei selbst schon als Student begeisterter Wassersportler und viel mit dem Kajak unterwegs gewesen. Er habe im Wanderkajak Norddeutschland erkundet und entdeckt. Er habe sich dann im deutschen Norden das erste sechs Meter lange Boot gekauft, weil er die Küste so schön fand und es mit der Geburt seines Sohnes in ein größeres Acht-Meter-Boot eingetauscht. So seien dann Vater und Sohn im Revier der Ostfriesischen Inseln und auf die Nordsee hinaus gesegelt. Die gemeinsamen Fahrten wurden immer ausgedehnter. "In den Schulferien haben wir es dann in sechs Wochen auch bis nach Stockholm geschafft", erinnert sich Herrmann.

Das Segeln habe ihm einen "gewissen Zugang zur Natur geschenkt und auch Selbstvertrauen gegeben", so Herrmann im Gespräch. Er sei aber parallel auch als klassisches Opti-Kind dazu befähigt worden, selbst mit Pinne und Schot umzugehen. "Da setzt man sich dann auf neue Weise mit der Natur auseinander, man reagiert, man improvisiert, muss auch das Boot mal wieder aufrichten und hat ein bisschen Angst davor. Dann ist der Wind mal stark, mal schwach. Das ist eine andere Art von Sport, als wenn man in der Turnhalle etwas einübt oder im Wettkampf auf dem Rasen einem Ball hinterherjagt. Ich glaube, dass es den Kindern, die das Glück haben, in einen solchen Unterricht Segeln zu lernen, sehr viel Selbstvertrauen schenken kann."

Herrmann nächster Segeleinsatz steht schon unmittelbar bevor: Wie weitere 20 Boote (!) unter deutscher Flagge startet der Wahl-Hamburger am 3. August mit dem Briten Will Harris auf seiner Imoca "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco" in die 48. Auflage des berühmt-berüchtigten Fastnet Race.

Fastnet Race

Boris Herrmann mit "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco" vor dem Fastnet-Felsen

Tatjana Pokorny am 27.07.2019

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

    ANZEIGE

    Das könnte Sie auch interessieren

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online