Vendée Globe

Ein Hoch auf das Tief: neue Hoffnung für den Boss

Sieben von 29 Startern sind ausgeschieden. Die anderen kämpfen um jeden Platz. Armel Le Cléac'h verteidigte am Wochenende seine Führung, aber Thomson rückt vor

Tatjana Pokorny am 11.12.2016
Vendée Globe 2016/2017
Armel Le Cléac'h/Banque Populaire VIII

Armel Le Cléac'h auf "Banque Populaire VIII"

Nur noch 67 Seemeilen Rückstand hatte Alex Thomson am Sonntagabend auf den Vendée-Spitzenreiter Armel Le Cléac'h. Dabei war der Brite mit 19 Knoten deutlich schneller unterwegs als der Bretone auf "Banque Populaire VIII" mit 13 Knoten. Mit seinem imposanten Zwischenspurt hat der "Hugo Boss"-Skipper seinen Rückstand auf den zweimaligen Vendée-Zweiten Le Cléac'h binnen 24 Stunden um die Hälfte reduziert. Gleichzeitig entwickelte sich hinter den beiden führenden Booten ein Duell um Platz drei, denn Jérémie Beyou und seine "Maitre Coq" hatten am Abend nur noch gut 100 Seemeilen Rückstand auf den drittplatzierten Paul Meilhat auf "SMA". Für die beiden Verfolger markierten der dritten Adventssonntag und der 35. Tag auf See die Halbzeit ihrer Hatz um die Welt.

Vendée Globe 2016/2017

Eines der letzten Bilder vor dem Aus von Seb Josse auf "Edmond de Rothschild"

Ein Tiefdruckgebiet hatte Armel Le Cléac'h zu einer Halse und zur Kursänderung auf Nord-Ost gezwungen. Bei dieser Rückkehr zum Kurs, den Alex Thomson segelt, büßte der Franzose einiges von seinem hart erarbeiteten Vorsprung ein. Für Thomson war das allerdings kein Anlass für Jubel. Nach zwei brutalen Tagen in der Tasmansee und im Pazifischen Ozean sieht der Engländer keinen Grund für verfrühte Glücksgefühle: "Wir werden abwarten und sehen müssen, wie sich die Situation nach dem Durchgang dieses zweiten Tiefs darstellt. Armel segelt etwas weiter östlich als ich. Er sollte das Tief also schneller abhaken können als ich. Doch dann wird er wie ich in der Mitte von leichten Winden aufgehalten werden. Dabei wird es vom Windwinkel abhängen, wann wir da rauskommen. Ich denke, dass es irrelevant ist, wo wir momentan sind. Wir müssen nach vorn schauen."

Vendée Globe 2016/2017

Paul Meilhat mit Ausblick auf "SMA"

Das Video ist mit "Tag 36" überschrieben, der aber gerade erst begonnen hat. Eine Zusammenfassung der Vendée zu Beginn der fünften Woche auf See

Mehr als 1300 Seemeilen hinter den Spitzenreitern haben Paul Meilhat und Jérémie Beyou etwa 100 Seemeilen voneinander entfernt ihr Bergfest gefeiert, während Jean-Pierre Dick ("St. Michel-Virbac") und Jean Le Cam ("Finistère Mer Vent") Kap Leeuwin passiert haben. Erstaunlich: Obwohl er Kap Leeuwin erst als Achter erreicht hat, war Le Cam mit einer bis dahin gesegelten Zeit von 34 Tagen, 7 Stunden und 8 Minuten immer noch drei Stunden schneller als der letzte überragende Vendée-Gewinner François Gabart.

Vendée Globe 2016/2017

Als wäre es eine Weihnachtsmütze: Alan Roura auf "La Fabrique" mit schönen Worten zum Adventssonntag

Die schönsten Worte zum Adventssonntag kamen von Alex Roura, der mit seiner "La Fabrique" auf Platz 16 liegt: "Ich bin im siebten Himmel! Ich segele inmitten einer Gruppe talentierter Segler, und es läuft wirklich gut! Der Indische Ozean ist ein bisschen hart, ein wenig temperamentvoll, und du musst lernen, ihn zu verstehen und mit ihm zu spielen. Das habe ich so erwartet. An Bord hat sich nichts geändert. Es ist immer noch so wie beim Start, und das ist das Ziel, das ich mir gesteckt habe. Es gibt mehrere Rennen in diesem Rennen: Zwischen den Spitzenreitern, die Alten gegen die Jungen. Es ist unglaublich! Die Skipper wählen unterschiedliche strategische Möglichkeiten. Das alles führt zu einem unfassbaren Rennen."

Tatjana Pokorny am 11.12.2016

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