Volvo Ocean Race
Vorhang auf zum dritten Akt

Beim Volvo Ocean Race wird wieder gesegelt. Am Freitag gibt’s in Abu Dhabi das In-Port Race, am Samstag startet Teil 1 der dritten Etappe

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 12.01.2012

Chris Cameron/Camper Wieder am Haken: Die neuseeländische Camper wird in Abu Dhabi gewassert

Ganze acht Punkte liegen im Moment zwischen den führenden Spaniern von Telefónica und den neuseeländischen Verfolgern von Camper. Auch wenn Campers-Skipper Chris Nicholson auf einen Sieg brennt, will er nichts überstürzen. „Es gibt keine Matchracing-Option”, sagt der Australier. „Es ist noch viel zu segeln, und wir müssen auf alle Teilnehmer achtgeben.” Auf lange Sicht zu agieren und Plätze auf dem Treppchen aneinanderzureihen, so Nicholson, sei eine Strategie, die sich schon in vorangegangenen Rennen bewährt habe. „Wir sind immer für einen Sieg gut und waren noch nie schlechter platziert als in den Top 3.”

Ian Roman/Volvo Ocean Race Training: Die Trimmer auf Groupama sind auch bei Flaute gut beschäftigt

Und sein Rivale Iker Martinez? Der Telefónica-Skipper freut sich, dass wieder wettgesegelt wird, auch wenn die vorhergesagten leichten Winde seinem Team nicht unbedingt liegen. „Wir haben ein paar nützliche Modifikationen vorgenommen, aber wir müssen sehen. Hoffentlich wird’s eine gute Wettfahrt, oder zumindest keine schlechte.” Die Spanier wollen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern sind bestrebt, sich weiter zu verbessern. Nur zu viel wollen sie nicht ändern, denn, so Martinez, das Boot gehe ja ganz gut.

Ian Roman/Volvo Ocean Race Siegerehrung: Camper (in rot), Telefonica (in blau) und Puma, die Top 3 des zweiten Teilstücks

Die in der Gesamtwertung auf den Plätzen 3 und 4 liegenden Teams von Groupama und Puma Ocean Racing wollen ebenfalls weiter nach vorn. Mit dem Sieg im Zielsprint der zweiten Etappe und dem Sieg beim allerdings bedeutungslosen Pro-Am Race am Donnerstag scheinen die Franzosen derzeit in der besseren Verfassung. Puma enttäuschte bisher und hat nach dem Mastbruch noch nicht zur Form gefunden. Doch Skipper Ken Read bleibt geduldig: „Das ganze Rennen muss erst wieder seinen Rhythmus finden. Mit dem Verschiffen der Boote während der dritten Etappe wird das noch dauern, doch alle freuen sich darauf."

Andres Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race Feucht und sonnig: Team Sanya auf dem Weg zum unbekannten Zielort im Indischen Ozean, wo man wieder zur Flotte stoßen will

Das Programm: Morgen, Freitag um 14 Uhr (12 Uhr MEZ) steht das In-Port Race auf dem Programm, und am Samstag wird um 14 Uhr (12 Uhr MEZ) der ersten Teil der dritten Etappe gestartet. Das wird ein Sprint die Küste entlang, an dessen Ende die Boote wieder auf den Frachter nach Irgendwo verladen werden. Jeweils sechs Punkte werden für einen Sieg beim In-Port Race und beim Sprint gutgeschrieben. Sobald die fünf Boote an Deck des Transportschiffes festgezurrt sein werden, geht’s durch die Meerenge von Hormus, die weiter im Zentrum der politischen Spannungen rund um den Atomstreit mit dem Iran steht und die die Regierung in Teheran zu blockieren droht. Danach wird das Piratengebiet des Indischen Ozeans durchquert, bevor die Boote an unbekannter Stelle wieder abgeladen werden, um das Rennen Richtung  China fortzusetzen.

An diesem geheimgehaltenen Ort wird auch Team Sanya wieder mit von der Partie sein, das bis dahin den ersten Teil des zweiten (!) Teilstücks zu Ende gesegelt haben soll. Dafür wird Sanya auch Punkte bekommen. Aber, und das ist wieder so ein Kuriosum dieser Veranstaltung, auch für das In-Port Race in Abu Dhabi und den ersten Teil der dritten Etappe gibt es Punkte, obwohl sie bei beiden Rennen nicht am Start sind.

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Aktuelle Positionen und Abstände im Live-Tracker .


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