Volvo Ocean Race
Puma schließt zu Groupama auf

Bis jetzt haben's alle krachen lassen. Puma schrieb ein Etmal von 525 Meilen an, doch nun hat die Party Pause, denn die Rossbreiten warten

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 02.03.2012

Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing Auf Abu Dhabi war der Ozean oft zu Gast

„Wir stinken”, lautete der lapidare Kommentar von Pumas Brad Jackson. Das tun Seeleute nach einiger Zeit, besonders, wenn sie auf nassen Booten wie Volvo Ocean 70 mit 22 Knoten Schnitt durch die Tropen brettern und dabei an Deck in der Dauerdusche stehen. Doch die Tage mit fetten Etmalen sind vorerst gezählt, da sich die Boote nun rasch der windschwachen Zone am Äquator nähern. Die führenden Franzosen von Groupama sind schon deutlich langsamer und sollten Breite Null heute überqueren. Puma lag beim letzten Positionsreport nur noch 65 Meilen dahinter.

Yann Riou/Groupama Sailing Team Helmpflicht auf Groupama

Die eigentliche Konvergenz-Zone liegt ja etwas südlich, doch die Frage, die sich alle Navigatoren stellen, ist immer die gleiche: Wo geht's am schnellsten durch? Eine windschwangere Wolke zu verpassen, kann viele Meilen kosten. Beim letzten Rennen wagte es Puma zum Beispiel, durch die riffverseuchten Gewässer von Fiji zu segeln, und damit machten man ein gutes Geschäft. Diesmal liegen die Solomonen nahe an der Kurslinie, und vor allem auf den zurückliegenden Booten wird da wohl schon so mancher Alternativplan gewälzt. „Es gibt kein Patentrezept”, sagt Groupamas Navigator Jean Luc Nélias. „Man braucht ein bisschen Glück."

Amory Ross/Puma Ocean Racing Schokoriegel mit Salzgeschmack, doch die Freude ist ungetrübt

Ken Read, der Puma nach dem schier endlos langen Umweg zu den japanischen Inseln am Beginn der Etappe mittlerweile auf Platz 2 dirigiert hat, glaubt, es wird nicht ganz so knifflig, denn einige Vorhersagen versprechen nicht weniger als 10 Knoten Wind. „Es wird hoffentlich ein wenig leichter, aber wirklich wissen kann man’s nie.”

Mit Vollgas zum Äquator

Telefonica, die Gesamtführenden, sind derzeit das westlichste Schiff und liegen auf Platz 3, mehr als 100 Meilen hinter Groupama. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind Camper und Abu Dhabi, die beiden Boote, die mit Segelproblemen bzw. mit Defekten und Verletzungen zu kämpfen hatten. Auf Camper riss die Zweier-Fock, auf Abu Dhabi gab es Schwierigkeiten mit dem Vorliekstrecker und einem Schwertmechanismus. Zudem wurden Skipper Ian Walker und Craig Satterthwaite von überkommenden Wellen erwischt und gegen Strukturen an Deck geschleudert, kamen aber mit Prellungen und blauen Flecken davon.

Mit Vollgas zum Äquator

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Nass und schnell: Die Volvo-Renner werden ihrem Ruf gerecht

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