Volvo Ocean Race
Per Huckepack nach Arabien

Nach dem Etappenziel im Irgendwo stand Kranen auf dem Programm. Heute geht's wieder in See, aber als Decksfracht. Fernziel: Abu Dhabi

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 28.12.2011

Paul Todd/Volvo Ocean Race Erste im Ziel, Erste am Schiff: Telefonica muss sich derzeit nirgendwo hinten anstellen

Eine nach der anderen wurden die fünf VO-70-Yachten am geheimen Ort an Bord eines Frachters gehievt. Telefonica zuerst und Abu Dhabi zuletzt, so, wie sie reingekommen waren. Für manche, wie zum Beispiel Puma oder Abu Dhabi, gehört diese nicht ungefährliche Übung schon zum Standardrepertoire, denn sie hatten das (so wie auch Team Sanya) wegen Bruchs schon auf der ersten Etappe durchexerziert.

Paul Todd/Volvo Ocean Race Feuchte Feste: Abu Dhabis Crew beim Vorsegelwechsel in rauem Wetter

Doch diesmal machen alle bei der Huckepack-Einlage freiwillig mit, gilt es doch den lauernden Piraten ein Schnippchen zu schlagen. Dabei geht alles recht flott: Die vom Veranstalter sorgfältig selektierten Bilder zeigen die Boote nur in Teilaufnahmen; nichts soll auf ihren Aufenthaltsort schließen lassen. Doch straffe Wanten lassen immerhin darauf schließen, dass sie mit gestelltem Mast verladen wurden.

Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing König Neptun zu Besuch: Auf der ersten Etappe gab's wegen Mastbruchs auf Abu Dhabi keine Äquatortaufe. Die wurde jetzt nachgeholt

Heute legt das Transportschiff ab.. Die Segler und die Supportteams reisen gesondert und sind nicht an Bord. Der Plan ist, alle Boote in den Vereinigten Arabischen Emiraten, außerhalb der Piratenzone, zu wassern und dann im Sprint nach Abu Dhabi zu schicken.

Paul Todd/Volvo Ocean Race Eile mit Weile: So wie hier Camper wurden alle Rennyachten auf das Deck eines Frachters gehievt

Das derzeit auf dem vorletzten Platz liegende Team von Abu Dhabi Ocean Racing wird sich besonders bemühen, vor eigenem Publikum gut abzuschneiden. Auf dem ersten Teilstück der gegenwärtigen Etappe lagen sie wiederholte Male in Führung, wurden aber immer wieder von den Wind- und Wetterverhältnissen gebremst. Die Durchquerung der Flaute am Äquator mißriet dann noch, und damit waren die Chancen auf einen Platz an der Sonne im Zwischenklassement dahin. Aber immerhin: Der Mast hat gehalten.

Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing Chef mit Helm: Ian Walker, der Skipper von Abu Dahbi, beobachtet vom scharfen Auge des Falken im Segel

Team Sanya weilt weiterhin in Madagaskar, um den Mast neu zu verstagen und muss das erste Teilstück irgendwann fertigsegeln, um zumindest die Punkte für den sechsten Platz zu ergattern. Die bekommen sie auch fürs In-Port Race in Abu Dhabi und den ersten Teil der nächsten Etappe, die nach China führt und auf der sich das Huckepackspiel wiederholen wird, da es wieder durchs Piratengebiet geht. Das Neujahrskonzert von Coldplay in Abu Dhabi werden die Sanya-Jungs wohl versäumen, doch sie hoffen, mit der Extra-Schicht ihren Renner so weit fitzubekommen, dass er die Etappe durchsteht und sie aus eigener Kraft im „Heimathafen” von Sanya werden einlaufen können.

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