Volvo Ocean Race
Packender Kampf im Skagerrak: Brunel holt auf

Noch immer führen Dongfeng und Mapfre – nicht einmal eine halbe Seemeilen auseinander – im Ringen um den Gesamtsieg die 11. Etappe an. Doch Brunel kommt auf

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 23.06.2018
Blick ons Boot von Team Brunel Blick ons Boot von Team Brunel Blick ons Boot von Team Brunel

Sam Greenfield/Volvo Ocean Race Blick ons Boot von Team Brunel

Bouwe Bekkings Team Brunel hat seinen Rückstand im Kampf um den Gesamtsieg im Volvo Ocean Race über Nacht noch einmal reduzieren können. Die mehr als 25 Seemeilen Rückstand vom Freitagvormittag sind auf rund fünf Seemeilen zusammengeschmolzen. Im Revier-Dreieck zwischen Göteborg, Kristiansand und Skagen positionieren sich die sieben Boote für das Wettrennen auf Kurs Nordsee und die finale Ansteuerung von Den Haag. Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr hatten die führenden Boote noch gut 440 Seemeilen bis in den Zielhafen zu absolvieren. Es scheint, als hätten die Veranstalter mit einigen zusätzlich festgelegten Wegpunkten ganze Arbeit geleistet: Die Hoffnung der Fans in Den Haag auf ein Sonntagsfinale dürfte sich erfüllen.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race So eng wie hier bei der Stippvisite von Aarhus, wo Anfang August die Weltmeisterschaft aller olympischen Segeldisziplinen ausgetragen wird, liegen die beiden auf Etappe 11 führenden Boote beieinander: Dongfeng und Mapfre – ein Giganten-Duell auf dem Weg in den Zielhafen Den Haag

Screenshot/Volvo Ocean Race Die Zwischenstände vom Samstagmorgen gegen 8 Uhr

In noch leichten bis moderaten Winden befanden sich die Boote am Samstagmorgen nah an der norwegischen Küste etwa auf Höhe von Larvik. Als würden die Teams ein letztes Mal verschnaufen, werden sie nun Anlauf nehmen und im Laufe des Tages die imaginäre Linie zwischen Kristiansand in Norwegen und Aalborg in Dänemark kreuzen, um dann final in der aktuell starkwindigen Nordsee um die Krone bei der 13. Auflage des Meeres-Marathons zu wetteifern.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Hier ringen Brunel und AkzoNobel vor Aarhus miteinander um jeden Meter Vorsprung. Die beiden holländischen Boote sind inzwischen wieder deutlich dichter an die beiden führenden Boote herangerückt

In den Sozialen Netzwerken nehmen die Kommentare und Anfeuerungen der Fans von Stunde zu Stunde zu. Viele Fahrtensegler hatten inzwischen das Vergnügen, die Volvo-Yachten auf ihrem Weg ins Ziel zu begegnen. Wie intensiv diese letzte siegentscheidende "Schlacht" im Volvo Ocean Race die Crew fordert, beschrieb Brunels Anbord-Reporter Sam Greenfield in der Nacht zum Samstag: "Es geht gerade zurück nach Norwegen. Die Boote segeln mit 20 bis 22 Knoten Geschwindigkeit. Die ganze Crew hat nichts anderes im Kopf als nach möglichen Überholspuren zu suchen, während diese ohnehin kurze Etappe verrinnt. 'Ich versuche, positiv zu denken', hat Abby gesagt, 'aber es ist hart.' Carlo schläft am Hauptgrinder trotz Wind und Gischt fast ein. Die ganze Crew ist erschöpft. Was an der puren Intensität und dem Umfang der Segelwechsel und Manöver liegt. Das hier wird die anstrengendste Etappe des gesamten Rennens sein."

Bis Sonntag müssen die Teams noch durchhalten. Das kommt es unweigerlich zum Zielkrimi. Welche der drei Teams auf den um den Gesamtsieg ringenden Boote – Dongfeng, Mapfre und Brunel – bis dahin den längsten Atem hat, werden vorraussichtlich Hunderttausende Fans in Den Haag live miterleben.

Hier geht es zum Tracker.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Noch immer der tonangebende Spitzenreiter: Können Charles Caudrelier und sein Dongfeng Race Team den Vorsprung halten?


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Themen: BrunelDen HaagDongfengMapfreSkagerrakVolvo Ocean Race

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