Volvo Ocean Race
Neue Boote in Sicht: Verdier zeichnet, Persico baut

Schon vor dem Startschuss zur 13. Auflage haben die Volvo-Ocean-Race-Organisatoren ehrgeizige Neubaupläne für die 14. Runde um die Welt verkündet

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 06.04.2017
Guillaume Verdier Guillaume Verdier Guillaume Verdier

Amalia Infante/VOR Guillaume Verdier

Für das im Oktober startende 13. Volvo Ocean Race haben bislang vier Boote offiziell gemeldet. Weitere sollen in den kommenden sechs Monaten folgen. Und schon kündigen die Veranstalter Neubauten für die 14. Runde um die Welt an. "Die jetzigen Boote (Red.: Volvo-Ocean-65-Einrumpfer) wurden 2011 konzipiert und waren dafür ausgelegt, über zwei Auflagen leistungsfähig zu sein", sagte Volvo-Ocean-Race-CEO Mark Turner. "Wir müssen unsere Aufmerksamkeit jetzt den zukünftigen Booten widmen, um alle Optionen im Bereich Bootstyp und Design zu wahren." Verantwortlich ist künftig mit Persico in Italien nur noch eine Werft.

Vanessa Zanni Blick in die Persico-Werft in Italien

Der französische Star-Konstrukteur Guillaume Verdier soll das neue Design-Projekt für die 14. Auflage des bekanntesten Mannschaftsrennens um die Welt führen. Die spannende Frage, ob es auf Ein- oder Mehrrumpfern weitergeht, soll bereits in den kommenden Wochen beantwortet werden. Die Verpflichtung von Verdier deutet möglicherweise auf mehr als einen Rumpf hin, denn der stille Erfolgs-Designer war in den vergangenen Jahren an einer ganzen Reihe von aufsehenerregenden Mehrrumpf-Großprojekten beteiligt.

Amalia Infante/VOR Guillaume Verdier und Volvo-Ocean-Race-Boss Mark Turner im Gespräch

Verdier zeichnete ebenso verantwortlich für Gitanas Maxi "Edmond de Rothschild", dessen Taufe für Juli geplant ist, wie auch für Team New Zealands aktuelle Katamarane im America's Cup. Einrumpfer können der Mann und sein Team allerdings auch: Sowohl die Maxi-Yacht "Comanche" als auch die Imoca-Yachten "Hugo Boss" und "Banque Populaire VIII" entstanden nach Verdier-Ideen. Verdier sagte zu seiner neuen Aufgabe: "Ich denke, dass die Segler einfach Spaß haben wollen und von einer neuen Art des Segelns begeistert sind. Für die Open 60 haben wir beispielsweise etwas ziemlich Radikales gemacht, was aber gleichzeitig sicher war. Das ist auch der Schlüssel für das Volvo Ocean Race."

Für den 18. Mai ist eine Pressekonferenz in Göteborg angekündigt, bei der das Volvo Ocean Race seine "radikalste Veränderung seit der Premiere 1973" offiziell erfahren soll. Dabei soll die Bekanntgabe der neuen Bootstypen nur eine von mehreren Überraschungen sein.

VOR/Rick Tomlinson Eine Runde wird noch mit den 65ern gesegelt: hier die Sieger der 12. Auflage vom Team Abu Dhabi Ocean Racing


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Themen: Guillaume VerdierPersicoVolvo Ocean Race

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