Volvo Ocean Race
Neptun kennt kein Erbarmen

Die Anbord-Reporter auf den VO-65-Yachten haben ihren eigenen täglichen Wettbewerb: Auch hier führt Abu Dhabi Ocean Racing mit Matt Knighton

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 25.10.2014

Matt Knighton/ADOR/VOR Liebling der Fans: Das Volvo Ocean Race durch die Augen von Anbord-Reporter Matt Knighton im Team Abu Dhabi Ocean Racing betrachtet

Wie eine Ziehharmonika bewegt sich die Flotte der sieben VO-65-Yachten nach dem Erreichen der Südhalbkugel und diversen Äquator-Taufen sowie der Rundung der Insel Fernando de Noronha vor Brasilien nun in Richtung Kapstadt. Die Abstände schrumpfen und wachsen wieder, spiegeln die unterschiedlichen Wetterfenster wider, in denen sich die Boote gerade bewegen.

Brian Carlin/Vestas Wind/VOR Neptun kannte kein Erbarmen mit den Äquator-Täuflingen an Bord von Vestas Wind

Amory Ross/VOR Man möchte nicht in der Haut der Äquator-Täuflinge stecken: Gern werden Küchenabfälle, Fliegende Fische und andere unliebsame Substanzen in dem Brei verarbeitet, mit dem die Novizen beim Segeln auf die Südhalbkugel im Namen Neptuns begrüßt werden

Das Top-Trio hatte am Samstagmittag genau 50 Prozent der mit 6.487 Seemeilen zweitlängsten Etappe absolviert. Ian Walkers Team Abu Dhabi Ocean Racing verteidigte seine Führung mit 18,5 Seemeilen Vorsprung vor dem holländischen Team Brunel mit Skipper Bouwe Bekking. Nur noch 31,9 Seemeilen Rückstand auf die Spitzenreiter hatte das dänische Team Vestas Wind. Die rote Laterne des Schlusslichts hing weiter im Heck der Frauen-Mannschaft SCA. Die Damen jedoch haben ihren in den Doldrums auf mehr als 200 Seemeilen angewachsenen Rückstand inzwischen um fast die Hälfte auf 118 Seemeilen reduzieren können und lagen nach knapp 14 Tagen auf See gleichauf mit dem spanischen Team Mapfre, das Abu Dhabi Ocean Racing ebenfalls mit einem Rückstand von 118 Seemeilen hinterherjagte.

Amory Ross/VOR Ein typischer Tag im Büro: Alltagsarbeit an Bord von Team Alvimedica

Die bisherige Spitzengeschwindigkeit auf dieser ersten Etappe im Volvo Ocean Race 2014/2015 geht mit rasanten 21 Knoten auf das Konto des amerikanischen Teams Alvimedica. Die beste Durchschnittsgeschwindigkeit hat in der ersten Etappenhälfte Abu Dhabi Ocean Racing mit 19 Knoten erreicht. Das höchste 24-Stunden-Etmal gelang dem dänischen Team Vestas mit 390 Seemeilen.

Während die Seglerinnen und Segler um die beste Positionierung für die Ansteuerung von Kapstadt kämpfen und sich schon bald Gedanken über den Umgang mit dem St.-Helena-Hoch machen müssen – Gretchenfrage: das Durchqueren mit dem Risiko des Steckenbleibens wagen oder das Hoch lieber mit guter Geschwindigkeit umfahren? –, werden die Anbord-Reporter der Teams immer kreativer und immer besser. Sie schicken täglich ihre schönsten Bilder ins Hauptquartier nach Alicante. Dort werden diese sortiert und den Fans über eine eigene Facebook-Seite im Internet zur Wahl gestellt. Spitzenreiter in der Gunst der Wähler ist bislang Matt Knighton von Abu Dhabi Ocean Racing, der bis zum elften Renntag für seine Impressionen 2317 Stimmen erhalten hatte. Platz zwei belegte zu diesem Zeitpunkt Brian Carlin von Vestas Wind (1769 Stimmen) vor Amory Ross (1412 Stimmen) vom US-Team Alvimedica. Einige der besten Bilder sind auf dieser Seite zu sehen.

Zum täglichen Fotowettbewerb der Anbord-Reporter geht es hier:

https://www.facebook.com/volvooceanrace/app_262785913845062?ref=page_internal

Matt Knighton/ADOR/VOR Wir hier drinnen, die da draußen: gelungener Schnappschuss von Matt Knighton an Bord von Abu Dhabi Ocean Racing


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Themen: Abu Dhabi Ocean RacingBouwe BekkingIan WalkerMatt KnightonTeam BrunelVolvo Ocean Race

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