Volvo Ocean Race
Mapfres Matchrace mit den Mädels

Während sich die Top-Teams in Kapstadt von den Strapazen der ersten Etappe erholen, liefern sich Mapfre und SCA ein heißes Duell um Platz 6

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 06.11.2014

Halloran/VOR Konzentrierte Frauen an Bord von SAC: Kriegen wir Mapfre oder nicht?

Die Sieger der ersten Etappe sind ermittelt und erholen sich in Kapstadt von Anspannung und Strapazen des Marathons von Alicante nach Südafrika. Nicht nur die physischen Herausforderungen, sondern auch die nervlichen Belastungen der teilweise brutal engen Positionskämpfe haben den Seglern und Seglerinnen zugesetzt. Drei Teams sind noch auf See. Nach der Ankunft des dänischen Team Vestas wird heute Nacht auch das US-Team Alvimedica als fünfte Mannschaft am Kap der Guten Hoffnung erwartet. Die Crew mühte sich am Donnerstagmorgen durch quälende Bedingungen. Anbord-Reporter Amory Ross meldete: "Es ist nicht leicht, sich in null Knoten Wind zu bewegen. Aber wir tun es, sind bei einer 7000-Seemeilen-Etappe nur noch 250 Seemeilen entfernt vom Ziel. Die Wasseroberfläche um uns herum ist spiegelglatt. Momentan könnte nicht einmal ein Albatross fliegen."

Nach der Ankunft Alvimedicas bleibt eine kleine Verschnaufpause, bevor das spanische Team Mapfre und das Frauen-Team auf SCA den Schlussakkord auf dieser mit 6.487 Seemeilen zweitlängsten Etappe der Hatz um den Globus spielen werden. Und der könnte noch einmal für höchste Spannung sorgen. Am Donnerstagnachmittag trennten die Teams um Skipper Iker Martinez und Skipperin Sam Davies nur sechs Seemeilen. Und die Frauen wurden im Schlussspurt nicht müde, ihre Kampfansagen an Mapfre zu wiederholen und Druck aufzubauen.

Vignale/VOR Nichts wie weg von den SCA-Frauen: Die Mapfre-Crew kämpft um Platz sechs

Die beiden Schlusslichter waren nach mehreren taktischen Fehlern – so etwa segelte "Mapfre" zu lange zu dicht entlang der brasilianischen Küste – schon zur Halbzeit zurückgefallen und haben sich von ihren "Durchhängern" im Verlauf der Auftaktetappe nicht mehr erholt. Anbord-Reporterin Corinna Halloran schrieb: "Wir sind alle unglaublich fokussiert. Wir kämpfen immer noch mit Mapfre. Und es dreht sich alles darum, das Meiste aus dem Boot herauszuholen. Jeder halbe Knoten extra könnte den Gewinn einer Meile auf Mapfre bedeuten. Unsere Konzentration lässt die Meilen schnell vergehen. Wir versuchen, nicht so viel über unsere Bedürfnisse nach einer heißen Dusche und frischer Kost nachzudenken, doch sie wachsen von Minute zu Minute. Abgesehen von der Tatsache, dass unsere letzten 48 Stunden leicht zu den längsten dieser Etappe werden könnten, mögen sie auch die wichtigsten werden. In diesen letzten 48 Stunden wird es nicht nur um den Kampf um Platz sechs gehen, sondern auch darum zu zeigen, was es bedeutet, Teil des Teams SCA zu sein."

Derweil lecken sich die Segler an Bord von Mapfre schon die erlittenen Wunden. Man hatte die Spanier vor Rennstart zu den Co-Favoriten gezählt. Nun sind sie gleich zu Beginn des Rennens um die Welt gestolpert. Francisco Vignale schrieb: "Das Rennen wird für uns noch einmal von vorn beginnen. Wir werden dabei nicht vergessen, das uns diese Etappe teuer zu stehen kam. Die Ankunft in Kapstadt ist etwas, nach dem wir uns alle an Bord sehnen." Das Duell zwischen Mapfre und SCA wird voraussichtlich am Freitag zu Ende gehen. Und damit auch die erste Etappe, die Abu Dhabi Ocean Racing vor der Überraschungsmannschaft Dongfeng Race Team und Bouwe Bekkings Team Brunel gewinnen konnte.

Shoemaker/VOR Den dritten und letzten Podiumsplatz in Etappe 1 sicherte sich Bouwe Bekkings Team Brunel

Shoemaker/VOR Platz vier für das dänische Team Vestas Wind: Papi fühlt sich nach 26 Tage auf See etwas stachelig an. Dem kleinen Blondschopf ist das aber im Glück des Wiedersehens ganz egal.


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