Volvo Ocean Race
Mapfre gewinnt die zweite Etappe und ist nun Top-Favorit

Sie waren die Vorstartfavoriten und liefern: Das spanische Team Mapfre hat nach Rang zwei zum Auftakt nun die zweitlängste Etappe des Rennens gewonnen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 24.11.2017
Etappensieger Mapfre Etappensieger Mapfre Etappensieger Mapfre

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Etappensieger Mapfre

Sollte die historische Statistik Recht behalten, dann gewinnt das spanische Team Mapfre das Volvo Ocean Race 2017/18; von den "Kapstadt-Etappensiegern" der letzten sechs Auflagen des Volvo Ocean Race konnten fünf später auch die Gesamtwertung des Meeres-Marathons für sich entscheiden. Nichts weniger streben die Vorstartfavoriten um Xabí Fernandez an, die das Klassement nach dem Gewinn der zweiten Etappe mit 14 Punkten anführen.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Vorstartfavoriten und nach zwei Etappen Spitzenreiter: Skipper Xabí Fernandez und sein spanisch-internationales Team Mapfre

"Es ist unglaublich! Wir sind unglaublich happy, dass wir in einem Stück und vor den anderen Kapstadt erreicht haben. Mehr können wir uns nicht wünschen", sagte Xabí Fernandez im ersten Blitz-Interview nach dem Zieldurchgang am Freitagnachmittag. "Das ist es", so der 49er-Olympiasieger, "was wir auf dem gesamten Kurs um die Erde sehen werden: superenge Rennen. Alle verfügen über gute Geschwindigkeit, und deswegen sind kleine Fehler sehr teuer. Wir haben auf dieser Etappe die wenigsten gemacht. Das ist der Grund, weshalb wir gewonnen haben." Die starke Leistung ist auch dem fehlerlos agierenden Navigator Juan Vila zu verdanken. Über Grund hat das Team Mapfre 7886,5 Seemeilen in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17.3 Knoten absolviert.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Schöne Luftaufnahme der Etappensieger auf Kurs Kapstadt

In 19 Tagen, 1 Stunde, 10 Minuten und 33 Sekunden hatte die rote Rakete unter spanischer Flagge den mit 7000 Seemeilen zweitlängsten Abschnitt des Rennens um die Welt absolviert und die Flotte auf dem Kurs von Lissabon nach Kapstadt gegen Ende souverän dominiert. Zuvor waren die "Roten" lange hinter den Spitzenreitern vom Dongfeng Race Team hinterhergesegelt. Die Vorentscheidung zugunsten der Spanier war am 14. Tag gefallen, als Mapfre-Navigator Juan Vila und Xabí Fernandez sich zu einem schnellen Manöver in Richtung Südwest entschieden. Obwohl die Spanier nicht im unsichtbaren "Stealth-Modus" unterwegs waren, gab Dongfeng die Deckung auf und musste sich bald danach hinter den Spaniern einreihen. Das Team Mapfre übernahm als Etappensieger die Gesamtführung, die den Männern und Frauen um Xabí Fernandez erst auf der dritten Etappe wieder streitig gemacht werden kann.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Einigen Gesichtern der Mapfre-Crew ist die Vorfreude auf den nahenden Sieg schon anzusehen

Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier und sein Team wurden am frühen Abend in Kapstadt erwartet. In ihrem Heckwasser näherten sich auch das dänisch-amerikanische Team Vestas 11th Hour Racing und Bouwe Bekkings Team Brunel der Ziellinie vor Kapstadt als voraussichtliche Dritte und Vierte. Bekkings Team verpasst damit erneut einen Podiumsplatz, den es während der Etappe zwischenzeitlich innehatte und dürfte am 10. Dezember hungriger denn je in die dritte Etappe nach Melbourne starten.

Wer am heutigen Freitagabend noch Zeit hat, kann die laufende Live-Übertragung direkt verfolgen:  Hier geht es zur Live-Berichterstattung von den Zieldurchgängen, zu den aktuellen Ergebnissen und zum Gesamtstand .


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: Bouwe BekkingDongfeng Race TeamKapstadtMapfreTeam BrunelVestas 11th Hour RacingXabi Fernandez

Anzeige