Volvo Ocean Race
Mapfre dominiert, Team Brunel patzt

Die Roten segelten nach der für sie enttäuschenden siebten Etappe im Hafenrennen fast makellos. Brunel startete stark, bevor ein Handling-Fehler alles verpatzte

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 20.04.2018
Mapfre siegt im Hafenrennen von Itajaí Mapfre siegt im Hafenrennen von Itajaí Mapfre siegt im Hafenrennen von Itajaí

Pedro Martinez/VOR Mapfre siegt im Hafenrennen von Itajaí

In 10 bis 14 Knoten Wind fand am Freitag das Hafenrennen von Itajaí statt. Dabei ersegelte das in der Inport-Wertung des Volvo Ocean Race führende spanische Team Mapfre einen fast makellosen Sieg. Die Roten leisteten sich nur ein paar winzige Fehler. Für kurze Zeit konnte AkzoNobel die Führung übernehmen, doch dann dominierte Mapfre das Rennen wieder ungefährdet und holte im siebten Kurzrennen dieser 13. Auflage des Rennens um die Welt den dritten Sieg. Die roten Dauer-Rivalen vom Dongfeng Race Team kamen hinter Simeon Tienponts Team AkzoNobel als Dritte ins Ziel und liegen in der Inport-Wertung nun schon fünf Punkte hinter ihren ehemaligen Trainingspartnern.

VOR/Screenshots Schon am Start vorne und später Sieger: Mapfre (ganz links)

Das einstündige Rennen verlief nur auf den ersten beiden Abschnitten spannend. Und dafür sorgte vor allem Bouwe Bekkings Team Brunel, dem ein starker Start gelang. An der ersten Wendemarke dann das Malheur: Ein Handling-Fehler bei Spi-Setzen sorgte für einen heftigen und mehrfachen Knoten im riesigen Tuch. Damit rang die Mannschaft unter holländischer Flagge so lange, bis sie zwischenzeitlich auf den letzten Rang zurückgefallen war. Die anschließende Aufholjagd führte Brunel zwar noch am gebremst segelnden Team Vestas 11th Hour Racing vorbei, doch zu mehr reichte es nicht. Darüber dürften sich Bekking und seine Crew ärgern.

Pedro Martinez/VOR Mit dem hier deutlich sichtbaren Problem rang Team Brunel minutenlang. Es war ein teurer Fehler, denn er führte von aussichtsreicher Position in den Top Drei rückwärts auf den vorletzten Rang im Ziel

VOR/Screenshots Mapfre segelt vor AkzoNobel als erstes Boot um die letzte Wendemarke, bevor es in Richtung Ziel geht

Anders herum lief es für Charles Caudreliers Dongfeng Race Team. Einmal mehr erwies sich das französisch geprägte Team unter chinesischer Flagge als startschwach. Mit guter Bootsgeschwindigkeit aber gelang Dongefeng schließlich doch noch der Sprung aufs Podium. Mehr war nicht drin, was auch an der überzeugenden Leistung des Teams AkzoNobel lag, dessen 49erFX-Olympiasiegerin Martine Grael sich in ihrem Heimatland zwar sicher den Sieg gewünscht hatte, doch auch mit dem sehr guten zweiten Platz zufrieden sein wird.

Pedro Martinez/VOR Hätte zu Hause in Brasilien am liebsten gewonnen, war aber auch mit Rang 2 für ihr Team AkzoNobel zufrieden: 49erFX-Olympiasiegerin Martine Grael

VOR/Screenshots Das Ergebnis vom Hafenrennen von Itajaí

VOR/Screenshots Der Zwischenstand in der Inport-Wertung nach dem Hafenrennen von Itajaí

VOR/Screenshots Die Statistik zum Hafenrennen von Itajaí

Der Startschuss zur achten von elf Etappen im Volvo Ocean Race fällt am Sonntag. Dann verabschieden sich die sieben Teams aus Itajaí und nehmen Kurs auf Amerikas Segelhauptstadt Newport.

Pedro Martinez/VOR Die Skipper bei der Pressekonferenz in Itajaí (v.l.n.r.): David Witt (Sun Hung Kai / Scallywag), Charlie Enright (Vestas 11th Hour Racing), Xabí Fernandez (Mapfre), Dee Caffari (Turn the Tide on Plastic), Simeon Tienpont (AkzoNobel), Charles Caudrelier (Dongfeng Race Team) und Bouwe Bekking (Team Brunel)


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Themen: AkzoNobelDongfeng Race TeamMapfreTeam BrunelTurn the Tide on PlasticVestas 11th Hour RacingVolvo Ocean Race

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