Volvo Ocean Race
Mapfre bleibt das Maß der Dinge

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt das spanische Team Mapfre eine Generalprobe zur 13. Auflage des Rennens um die Welt. Auch Team Brunel setzt sich gut in Szene

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 11.10.2017
Prolog Prolog Prolog

Martin Keruzore/VOR Prolog

Die Spanier haben sich zu Top-Favoriten entwickelt. Zum zweiten Mal in Folge hat das Mapfre-Team um Skipper Xabi Fernandez eine Generalprobe zur 13. Auflage des Volvo Ocean Race gewonnen. Nach dem Gesamtsieg im sogenannten Leg Zero, das sich aus drei Etappen zusammengesetzt hatte, konnten die Rot-Weißen nun auch den Prolog von Lissabon mit Kurs auf den Starthafen Alicante für sich entscheiden. Mit 17 Minuten Vorsprung vor Bouwe Bekkings am Ende stark aufkommendem Team Brunel erreichte Mapfre die Ziellinie des aufgrund flauer Winde verkürzten Kurses bei Cabo de Gata.

Jen Edney/VOR Mapfre hatte im Prolog die Bugspitze vorn und ist nun Top-Favorit für die 13. Auflage des Volvo Ocean Race

Die Crews berichten auf Kurs Alicante von Bord

"Das war ein gutes Training", sagte der glückliche Skipper Fernandez kurz nach Überqueren der Ziellinie. "Es war ein enges Rennen, und ich bin mit unserer Team-Leistung wirklich zufrieden." Sowohl die Spanier als auch die knapp dahinter eintreffenden Holländer haben ihre guten Platzierungen in erster Linie einer frühen strategischen Entscheidung zu verdanken: Beide Mannschaften hatten sich zum Prolog-Auftakt für einem Kurs dicht entlang der portugiesischen Küste entschieden und davon mit einem guten Vorsprung profitiert. Das bestätigte auch AkzoNobels Skipper Simeon Tienpont: "Mapfre und Brunel haben einen anderen Kurs gewählt, und der hat sich bezahlt gemacht. Doch im Wettbewerb mit dem Rest der Flotte haben wir das bestmögliche Ergebnis erzielt. Dieser dritte Platz gibt mir sehr viel Zuversicht."

Martin Keruzore/VOR So klein kann eine VOR-Yacht wirken, wenn der Fotograf sie entsprechend in Szene setzt

Nur neun Minuten nach dem durch AkzoNobel gesicherten zweiten Podiumsplatz für ein holländisches Team erreichte Dee Caffaris Turn the Tide on Plastic als viertes Team die Ziellinie – eine starke Leistung des einzigen ausgeglichenen Mixed-Teams in der Flotte der sieben Yachten. Weniger erbaut über ihre Platzierung dürfte Charles Caudreliers Dongfeng-Crew sein. Das Team unter chinesischer Flagge gilt neben Mapfre und Brunel als Co-Favorit für den kurz bevorstehenden Meeres-Marathon, konnte sich aber im Prolog nicht hervortun, musste sich mit Platz sechs hinter dem dänischen Team Vestas 11th Hour Racing und vor David Witts erneut abgeschlagenem Team Sun Hung Kai/Scallywag begnügen.

Martin Keruzore/VOR Auf der Suche nach der schnellsten Spur waren Charles Caudrelier und sein Dongfeng Race Team nur mäßig erfolgreich

Alle Teams werden am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in Alicante erwartet, wo bereits am Freitag das erste offizielle Training und am Samstag das Mapfre In-Port Race Alicante stattfindet. Auch aus diesem Grund hatten die Organisatoren das Rennen verkürzt, um den Teams genügend Vorbereitungszeit auf den ersten wichtigen Start zu geben.

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Brian Carlin/VOR Dee Caffaris Team Turn the Tide on Plastic erkämpfte Platz vier im Prolog


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Themen: AlicanteBouwe BekkingBrunelMapfreVolvo Ocean RaceXabi Fernandez

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