Volvo Ocean Race
Kiwis feiern umjubelten Heimsieg

Na also. Vielleicht geht ja doch was für Camper, die beim In-Port Race von Auckland vor heimischer Kulisse erstmals volle Punkte kassierte

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 17.03.2012

Ian Roman/Volvo Ocean Race Camper war vor eigenem Publikum nicht zu schlagen

Die ihnen so vertrauten heimatlichen Gewässer von Waitema Harbour ließen Camper-Chef Chris Nicholson und Kollegen nicht im Stich. Jeden Dreher nahmen sie mit, und mit dem Strom segelten sie auch nie übers Kreuz. Somit holte sich die bisher hinter den Erwartungen gebliebene neuseeländische Truppe den ersten Sieg bei dieser Ausgabe des Volvo Ocean Race, dem sie noch weiter folgen lassen wollen. Am besten gleich auf der Königsetappe nach Itajaí in Brasilien, die über 6.700 Meilen und ums gefürchtete Kap Hoorn führt und am Sonntag um 14 Uhr Ortszeit (02:00 Uhr MEZ) gestartet wird.

Ian Roman/Volvo Ocean Race Puma, das beim letzten In-Port Race in Sanya in Führung liegend liegen blieb, hat nun zwei zweite Plätze hintereinander auf dem Konto

Zweite wurde Puma, die zwar am Start noch geführt hatte, aber den Revierkenntnissen der Kiwis Tribut zollen musste, dahinter Groupama, die anfangs auch noch vorn mitmischte, dann die überraschend starke Sanya, die das kriselnde Team von Abu Dhabi und die etwas flügellahmen Spanier von Telefonica noch hinter sich lassen konnten.

Ian Roman/Volvo Ocean Race Pied Piper: Camper führt die Parade durch Waitema Harbour an

„Jetzt haben wir den Schalter umgelegt”, kommentierte Nicholson den Sieg und dankte damit den Tausenden neuseeländischen Fans, die bei solchen Anlässen das Ufer säumen, um ihre Helden anzufeuern. Während Telefonica-Skipper Iker Martinez von „einem schlechten Rennen für uns “ sprach, waren Pumas Skipper Ken Read und sein Kollege Franck Cammas von Groupama doch recht zufrieden. „Hat Spaß gemacht”, sagte Read, und Cammas fand den dritten Platz „gar nicht so schlecht”.

In-Port Race Auckland Wiederholung

Morgen ist allerdings Schluss mit lustig, denn es wartet der wilde Southern Ocean mit Wellenbergen bis zu 20 Meter Höhe und einer Windprognose von bis zu 60 Knoten. Dazu kommt noch die Gefahr, weit im Süden Eisberge anzutreffen, weshalb an die Teams Nachtsichtgeräte ausgegeben werden.

Bei Abu Dhabi gibt’s internen Zoff, nachdem Steuermann Justin Ferris in Auckland freiwillig abgemustert hat, angeblich wegen fortwährender Erfolglosigkeit. Er wird vom australischen Finn-Segler Anthony Nossiter ersetzt. Auf Puma muss Kelvin Harrap wegen Sehnenscheidenentzündung passen. Für ihn springt der finnische 49er-Olympiasieger von 2000, Thomas Johanson, ein. Und auf Sanya wird der an einer Nierenentzündung erkrankte Ryan Houston vom Dänen Martin Kirketerp ersetzt. Der ist gar amtierender 49er-Olympiasieger.

In-Port Race Auckland

  1. Camper,  6 Punkte
  2. Puma, 5
  3. Groupama, 4
  4. Sanya, 3
  5. Abu Dhabi, 2
  6. Telefonica,1

Gesamtwertung

  1. Telefonica, 122 Punkte
  2. Groupama, 107
  3. Camper, 104
  4. Puma, 83
  5. Abu Dhabi, 55
  6. Sanya, 25

Mehr auf der Event-Seite und über den Live-Stream  und den YouTube-Kanal .

Aktuelle Positionen und Abstände im Tracker .


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