Volvo Ocean Race
German Ocean Racing Team im Aufbruch

Es gibt wieder einen deutschen Anlauf mit Kurs auf das Volvo Ocean Race. Robert Stanjek und Weert Kramer schmieden ambitionierte Pläne

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 11.03.2015

Team Brunel Robert Stanjek beim Training mit Team Brunel

GORT Logo German Ocean Racing Team

Vor 15 Jahren hat zuletzt eine Yacht unter deutscher Flagge am Volvo Ocean Race teilgenommen und es sogar gewonnen – die illbruck Challenge raste 2001/2002 im Rennen um die Welt zum Sieg. Zwar war damals mit dem heute in Bremen lebenden Toni Kolb nur ein deutscher Segler Teil der Crew, doch das internationale Projekt unter dem sportlichen Kommando des US-Skippers John Kostecki war von dem Leverkusener Michael Illbruck initiiert und finanziert worden. Nun wollen der Berliner Starboot-Segler und Olympia-Sechste Robert Stanjek und der Kieler Diplom-Psychologe Weert Jacobsen-Kramer gemeinsam einen neuen Anlauf wagen. Ihr neues German Ocean Racing Team (GORT) wollen Stanjek und Kramer am 27. April um 19 Uhr im Norddeutschen Regatta Verein den Club-Mitgliedern vorstellen. Das gab der Verein am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt.

Robert Stanjek bringt neben einem breiten Erfahrungsschatz als Olympiasegler auch eine erste Intensivbegegnung mit dem Volvo Ocean Race in das Projekt ein. Der Segel-Profi hatte sich im vergangenen Jahr beim holländischen Team Brunel für einen Platz in der Crew beworben und war unter vielen Bewerbern bis in die Endrunde der letzten zwei Kandidaten vorgedrungen. Am Ende hatte sich Brunels Skipper Bouwe Bekking vor dem Hintergrund der reduzierten Mitsegler-Zahl jedoch für einen erfahreneren Kandidaten von außen entschieden.

Richard Langdon/Ocean Images Bei der olympischen Regatta 2012 vor Weymouth segelte Robert Stanjek mit Frithjof Kleen im Starboot auf Platz sechs

GORT Co-Initiator Weert Kramer

In einer ersten Pressemitteilung auf der Vereinsseite wird die ehrgeizige Zielsetzung des Teams formuliert: Das German Ocean Racing Team wurde mit dem Ziel gegründet, "2017 wieder ein deutsches Team an den Start des Volvo Ocean Race zu schicken und mit diesem Team im Juni 2018 als Sieger in einen Zielhafen in Deutschland einzulaufen". Das war der illbruck Challenge damals auch gelungen, als das Rennen in Kiel endete und Hunderttausende Zuschauer an die Förde gelockt hatte.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im April will das Team über seine Möglichkeiten ("Das Volvo Ocean Race bietet großartige Chancen für ein deutsches Team, um Deutschland wieder in die Spitze des professionellen Sports zu bringen"), das aktuelle Volvo Ocean Race (Stanjek berichtet über seine Volvo-Ocean-Race-Erlebnisse im Rahmen seiner Ausbildung bei Team Brunel) und die Eckdaten des Rennens berichten. Außerdem sollen die Kernmannschaft des Teams präsentiert und die Marketing-Strategie erläutert werden.

R. Tomlinson Von solchen Szenen träumen die deutschen Segelfans: Die "illbruck" bei ihrer Triumphfahrt 2002 vor Kiel


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Themen: German Offshore Racing Teamillbruck ChallengeRobert StanjekVolvo Ocean RaceWeert Kramer

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