Volvo Ocean Race
Gelungene Revanche vor Newport: Brunels Galavorstellung

Souverän und unangefochten: America's-Cup-Gewinner und Olympiasieger Peter Burling hat Bouwe Bekkings Team Brunel zum dominanten Start-Ziel-Sieg gesteuert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 19.05.2018
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Jesus Renedo/Volvo Ocean Race Hafenrennen Newport

Screenshots/Volvo Ocean Race Team Brunel startete wie gewünscht, während der Plan des Dongfeng Race Teams, mit großem Code Zero von hinten durchs Feld zu rauschen, nicht aufging und Charles Caudreliers Team zwischenzeitlich sogar auf den letzten Platz zurückfiel, bevor es im Ziel doch noch zu Rang fünf reichte 

Dominant, überzeugend und mit einer fast schon lässigen Sicherheit: So hat America's-Cup-Star und 49er-Olympiasieger Peter Burling Team Brunel als Steuermann einen imposanten Start-Ziel-Sieg im Hafenrennen von Newport beschert. Das Team auf dem gelben Boot hatte ein klares Konzept und dieses schon im Start umgesetzt, zog dem Feld dann mit guter Positionierung schnell davon. Aus 21 Sekunden Vorsprung vor dem "Heimteam" Vestas 11th Hour Racing an der ersten Wendemarke machten die Holländer im Ziel nach rund einer Stunde Renndauer 2 Minuten und 30 Sekunden Vorsprung vor dem spanischen Team Mapfre, das Vestas auf Platz drei verdrängen konnte.

Jesus Renedo/Volvo Ocean Race Zur Freude der amerikanischen Fans in der Bilderbuch-Hafenstadt Newport sicherte sich Charlie Enrights Team Vestas 11th Hour Racing den dritten Podiumsplatz

Jesus Renedo/Volvo Ocean Race Der Respekt war Brunels Steuermann Peter Burling nicht nur von seinen Crew-Kameraden wie hier Carlo Huisman sicher: Der Neuseeländer steuerte das gelbe Boot wie auf Schienen über den Kurs

Jesus Renedo/Volvo Ocean Race Lausbuben-Gesicht, Daumen hoch und einfach glücklich: Bouwe Bekking nach dem gelungenen Coup seines Teams Brunel im Hafenrennen von Newport

Für Team Brunel war dieser Sieg aber nur ein kleines Trostpflaster für den entgangenen Etappensieg auf der letzten langen Etappe von Itajaí nach Newport. Dabei hatte Mapfre Bouwe Bekkings Team Brunel wenige hundert Meter vor dem Ziel im unglücklichen Flautenpoker noch abgefangen. Und so war Peter Burling auch ehrlich in seinem Interview nach dem Sieg im Hafenrennen: "Wir hätten lieber die Etappe als das Hafenrennen gewonnen. Aber natürlich tut dieser Sieg auch gut. Wir wussten alle, dass dem Start heute eine entscheidende Bedeutung zukommt und haben als Team einen guten Job gemacht. Wir hoffen, dass wir wirklich stark nach Hause kommen." Gemeint ist mit "Zuhause" Den Haag, der Zielhafen des Volvo Ocean Race. Doch zunächst führt die kommende, mit doppelter Punktzahl hoch dotierte Etappe die Flotte der sieben Boote am Sonntag von Newport über 3300 Atlantik-Seemeilen ins britische Cardiff.

Bis dahin dürften auch die Nachzügler im In-Port-Rennen von Newport die Enttäuschung über ihre schwachen Ergebnisse weggesteckt haben. Hinter David Witts viertplatziertem Team Sun Hung Kai / Scallywag erreichte Charles Caudreliers Dongfeng Race Team die Ziellinie erst als fünfte Mannschaft. Das hatten sich der französische Skipper und sein Team im Dauer-Duell mit den spanischen Sparringspartnern und Freunden vom Team Mapfre anders erhofft. Auch Simeon Tienponts Team AkzoNobel, gesteuert vom dänischen Matchrace-Ass Nicolai Sehested, hatte sich mehr als einen sechsten Platz ausgerechnet. Und dass Dee Caffaris Team Turn the Tide on Plastic als siebte Crew erst knapp zehn Minuten nach dem Sieger Brunel ins Ziel kam, dürfte die ehrgeizige britische Skipperin mehr als ärgern. Auch sie wird alles tun, um auf Kurs Cardiff ihr Heimatland in möglichst guter Position zu erreichen.

Screenshots/Volvo Ocean Race Der Blick auf die Statistik für das Hafenrennen in den USA

Screenshots/Volvo Ocean Race Die neue Gesamtwertung für die In-Port-Rennen nach der Wettfahrt vor Newport am Samstag

Screenshots/Volvo Ocean Race Die Ergebnisse des Hafenrennens von Newport

Jesus Renedo/Volvo Ocean Race So hatte es kurze Zeit nach dem Start noch ausgesehen: Brunel führte zwar von Beginn an, doch die beiden regelmäßig starken roten Boote von Mapfre und Dongfeng segelten noch weit entfernt von ihren späteren Ergebnissen auf den Rängen 5 und 7


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