Volvo Ocean Race
Fast so schnell wie 100-Fuß-Rekordhalterin "Comanche"

Die VO65-Yachten haben in den vergangenen Tagen imposante Etmale aufgestellt. AkzoNobel hat beinahe den Weltrekord der 35 Fuß längeren "Comanche" erreicht

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 26.05.2018
Etappe 9 Etappe 9 Etappe 9

Konrad Frost/Volvo Ocean Race Etappe 9

Im Kampf um einen neuen 24-Stunden-Rekord im Volvo Ocean Race haben sich die führenden Boote auf der neunten Etappe von Newport nach Cardiff in den vergangenen Tagen immer wieder überboten. Aktuell hält Simeon Tienponts Team AkzoNobel die neue imposante Bestmarke mit 601,63 Seemeilen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,8 Knoten. Vergleicht man das Etmal mit dem Weltrekord, den die amerikanische "Comanche" von Jim Clark 2015 aufgestellt hat, dann fehlt nicht mehr viel, obwohl die VO65-Yachten satte 35 Fuß kürzer sind. "Comanche" schaffte vor drei Jahren 618,01 Seemeilen.

Screenshot/Volvo Ocean Race AkzoNobel führt am sechsten Tag vor Team Brunel und dem Dongfeng Race Team. Gut zu sehen ist die flaue Hürde, die alle Teams nun auf Kurs Cardiff zu nehmen haben

Die bisherigen Bestmarken aus dem Volvo Ocean Race sind längst überboten. 2008 hatten Skipper Torben Grael und sein Team auf dem 70-Fußer "Ericsson 4" 596,6 Seemeilen in 24 Stunden geschafft. Zum Vergleich der 24-Stunden-Rekord für Einhandsegler, den Alex Thomson im vergangenen Jahr mit seiner Imoca "Hugo Boss" aufgestellt hatte: 536,81 Seemeilen bei einem durchschnittlichen Bootsspeed von 22,36 Knoten.

Sam Greenfield/Volvo Ocean Race Die Bedingungen für die Rekordfahrten der letzten 48 Stunden: extrem anspruchsvoll und nass! Hier treibt Team Brunel sein gelbes Boot in Richtung Ziel

So sehr die Crews die Raserei auch zum schnellen Fortkommen mit Kurs auf den walisischen Zielhafen Cardiff genutzt haben, so sehr bangen sie nun vor dem Eintritt in die flaue Zone, die ihnen den Weg vorbei am Fastnet Rock und weiter an die britische Westküste versperrt. Die beiden Spitzenreiter AkzoNobel und Team Brunel sind schon entsprechend langsamer geworden, erreichten am Samstagmorgen nur noch Geschwindigkeiten von 11, 12 Knoten. Knapp 40 und mehr Seemeilen hinter ihnen kamen die Verfolger immer noch zwischen 16 und 18 Knoten, haben aber auch einigen Rückstand aufzuholen und werden selbst bald in die schwächeren Winde geraten.

James Bake/Volvo Ocean Race Skipper Charlie Enright und sein Team Vestas 11th Hour Racing lagen am Samstagvormittag auf Rang vier

Volvo Ocean Race/Jeremie Lecauday Auf Rang drei steuerte in dieser Szene Luke Molloy das Dongfeng Race Team dem Etappenhafen Cardiff entgegen

Gut 600 Seemeilen vor Erreichen des Etappenhafens trennten die beiden holländischen Boote am sechsten Tag der Etappe nur gut vier Seemeilen. Hinter AkzoNobel lag Charles Caudreliers Dongfeng Race Team am Samstagvormittag auf Platz drei und hatte sich damit mehr als elf Seemeilen Vorsprung vor dem viertplatzierten Team Vestas 11th Hour Racing erarbeitet. Immer noch auf Rang 5 mühten sich das in der Gesamtwertung führende spanische Team Mapfre um Anschluss an die Spitzengruppe. Dee Caffaris Team Turn the Tide on Plastic folgte mit 79 Seemeilen Rückstand auf die Niederländer. David Witts Team Sun Hung Kai / Scallywag hat mit 108,3 Seemeilen seinen Rückstand immer noch nicht entscheidend verringern können.

Hier geht es zum Live-Tracker und den Zwischenständen.

Ugo FonollaVolvo Ocean Race An Bord von Mapfre kämpft Olympiasiegerin Tamara Echegoyen mit den Elementen

Ugo Fonolla/Volvo Ocean Race Mapfres Skipper Xabí Fernandez muss kämpfen: Sein in der Gesamtwertung führendes Team Mapfre lag 600 Seemeilen vor Etappen-Ende nur auf Rang 5


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: AkzoNobelCardiffComancheDongfeng Race TeamMapfreTeam BrunelVolvo Ocean Race

Anzeige