Volvo Ocean Race
"Es wird keine reine Männer-Sache"

Mark Turner hat die Teilnahme von Seglerinnen für das nächste Rennen um die Welt angekündigt. Mit AkzoNobel wurde das erste Team vorgestellt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 05.07.2016

Pinto/VOR Simeon Tienpont im Einsatz für Team Vestas im letzten Volvo Ocean Race

VOR VOR-Boss: Mark Turner

Die erste Kampagne für die 13. Auflage des Volvo Ocean Race hat sich heute in Den Haag vorgestellt: Mit dem Team AkzoNobel schickt der in Amsterdam beheimatete gleichnamig, global operierende Farben- und Lackhersteller 2017/18 eine Mannschaft in das bekannteste Rennen um die Welt. Gleichzeitig kündigte VOR-Boss Mark Turner bei der Präsentation des Teams in Den Haag an, dass die kommende Auflage des Meeres-Marathons "keine reine Männer-Sache" wird. Turner sagte, es sei wichtig, dass Frauen weiter am Rennen teilnehmen. Ob sein Management dieses Ziel mit einer Quotenregel durchsetzen wird oder erneut eine rein weibliche, alternativ eine gemischte Crew an den Start gehen wird, ließ er noch offen – das werde sich in den kommenden Monaten entscheiden. Doch sein Versprechen war unmissverständlich: "Wir wollen das Frauensegeln nach vorn bringen."

Das Team AkzoNobel wird von Simeon Tienpont als Skipper angeführt. Der Niederländer ist schon lange sehr erfolgreich als Segelprofi im Einsatz. Sein erstes Volvo Ocean Race hatte er 2005/06 auf "ABN Amro Two" absolviert. 2014/15 war er für die letzten zwei Etappen zu Team Vestas ins Boot gestiegen. Danach zog es Tienpont zum America's Cup, wo er bei der 33. und 34. Auflage erst mit BMW Oracle Racing und dann mit dem Oracle Team USA die begehrte Silbertrophäe zweimal mitgewinnen konnte. Zuletzt segelte Tienpont unter der Führung von Dean Barker für das Softbank Team Japan in der America's-Cup-Weltserie. Heute dann gab er 15 Monate vor dem nächsten Rennstart seine bevorstehende Premiere als Skipper im Volvo Ocean Race bekannt. "Ich fühle mich geehrt und bin sehr aufgeregt, Skipper des Teams AkzoNobel zu sein. Ich kann den Rennstart kaum erwarten", sagte der Holländer in Den Haag.

Ainhoa Sanchez/VOR Konnte den männlichen Crews im letzten Volvo Ocean Race phasenweise gut Paroli bieten: das Frauen-Team SCA – hier im Duell mit dem spanischen Team Mapfre

MAT/VOR Kann seine Skipper-Premiere und den dritten Start im Volvo Ocean Race "kaum erwarten": Simeon Tienpont

Zum internationalen Konzern AkzoNobel mit insgesamt rund 45.000 Mitarbeitern gehören auch in der deutschen Schifffahrt- und Yachtindustrie gut bekannte Unternehmen wie Sikkens und International. VOR-Boss Turner sagte am Strand von Den Haag: "Es ist toll, dass unsere erste Team-Ankündigung schon so früh im laufenden Zyklus kommt, eine globale Marke dahinter steht und einen Premieren-Skipper ins Rennen schickt. Das sind drei sehr positive Aspekte für das Volvo Ocean Race." Holländische Teams haben das Rennen um die Welt bislang dreimal (1977/78, 1981/82 und 2005/06) gewinnen können. Berühmtester Skipper der VOR-Geschichte, die vor 43 Jahren mit dem Whitbread Round the World Race begann, ist der "Fliegender Holländer" Cornelis van Rietschoten. "Die Holländer lieben dieses Rennen, und das hat Conny van Rietschoten bewirkt", sagte Tienpont. Das kommende Rennen über rund 45.000 Seemeilen mit Stopps in elf Häfen wird im Herbst 2017 in Alicante beginnen und im Sommer 2018 in Den Haag enden.

VOR Hier lieben sie das Segeln und das Volvo Ocean Race: der Hafen der segelbegeisterten Stadt Den Haag, wo die 13. Auflage des Rennens um die Welt im Sommer 2018 enden wird


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: AkzoNobelAmsterdamDen HaagMark TurnerSimeon TienpontVolvo Ocean Race

Anzeige