Volvo Ocean Race
Erste Havarie: Mastbruch auf Abu Dhabi

Nacht, Sturm, schwere See und Fuß auf dem Gas: Nur wenige Stunden nach dem Start kam auf dem Boot aus dem Nahen Osten der Mast von oben

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 05.11.2011

Das erste In-Port Race hatten sie gewonnen. Ehrengast Zinedine Zidane war gestern beim „echten" Start dabei und nach der Hafenrunde wie geplant von Bord gesprungen; er wurde vom Begleitboot sicher aufgefischt. Alles war gut, alles lief nach Plan. Nun konnte das Rennen für Ian Walker und seine Mannen von Abu Dhabi Ocean Racing so richtig beginnen. Doch schon nach wenigen Stunden ein Knall und der Schock: Mast weg. Einen Moment powerte „Azzam" in der Dunkelheit noch durch die steilen Mittelmeerwellen. Im nächsten lag das Schiff hilflos im Wasser und wurde antriebslos herumgeworfen wie ein Korken.

Paul Todd/Volvo Ocean Race Abu Dhabi, mit gebrochenem Mast, läuft unter Motor nach Alicante zurück

Passiert ist das Ganze etwa 30 Meilen südlich von Cartagena, bei etwa 30 Knoten Wind und 3,5 Meter hohen Wellen. Laut Organisatoren sind alle Mann wohlauf und mit der Bergung der Riggteile beschäftigt, aber an ein Weitersegeln ist  nicht zu denken. „Es gibt keine Panik”, vermeldete Jules Salter von Bord. „Wir werden zurückmotoren und reparieren” (zum Video ).

Paul Todd/Volvo Ocean Race Abu Dhabi auf dem Rückweg nach Alicante

Die Mannschaft habe das Rigg losgeschnitten und sowohl  Großsegel als auch das J4-Vorsegel bergen können. Ein Mann musste dazu ins Wasser, um das Kopfbrett und den obersten Mastrutscher wegzuschneiden. Die Regattazentrale steht mit dem Boot in ständigem Kontakt, um das Schadensausmaß zu klären und die Segler zu unterstützen. Die Küstenwache in Cartagena steht auf Abruf bereit, während das Shoreteam alle Vorbereitungen trifft, um das Rigg zu tauschen und das Boot so schnell wie möglich wieder ins Rennen zu schicken.

Paul Todd/Volvo Ocean Race Der Reservemast für „Abu Dhabi" rollt an

Die anderen fünf Boote segeln weiter die spanische Küste entlang. Kurs: Südwest. Speed über Grund: 13 bis 14 Knoten. Beim Positionsreport von 23 Uhr MEZ war die neuseeländische „Camper" wieder knapp vorn.

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