Volvo Ocean Race
Der Finalkrimi läuft: Brunel düpiert Mapfre, Dongfeng vorne

Die letzte Etappe läuft! Über rund 1000 Seemeilen geht es für die drei Top-Teams Brunel, Dongfeng und Mapfre um den Gesamtsieg. Caudreliers Dongfeng-Crew führt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 21.06.2018
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Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Etappe 11, Start

Der finale Dreikampf um den Sieg beim 13. Volvo Ocean Race hat begonnen. Pünktlich um 14 Uhr ist die Flotte in die letzte Etappe von Göteborg nach Den Haag gestartet. Entgegen der Original-Angaben der Veranstalter ist die Etappe fast 1000 Seemeilen lang, führt die Crews entlang mehrere zusätzlich gelegter Bahnmarken.

Screenshot/Volvo Ocean Race Vier Sekunden vor dem Start herrscht Gedrängel: Dongfeng hat sich einem möglichen Dreikampf entzogen, zwischen Brunel und Mapfre geht es gleich zur Sache…

Screenshot/Volvo Ocean Race Beim Startschuss hat noch kein Team die Linie erreicht. Sun Hung Kai / Scallywag ist aber am dichtesten dran

Screenshot/Volvo Ocean Race Eindeutiger Verlierer ist Sekunden nach dem Startschuss das spanische Team Mapfre, Gewinner zunächst Simeon Tienponts Team AkzoNobel, das aber wenig später von Dongfeng überholt wird

Den ersten angriffslustigen Akzent hatte schon vor dem Startschuss Bouwe Bekkings Team Brunel gesetzt. Im Duell mit Mapfre hatten die Holländer die Spanier so bedrängt, dass die nicht korrekt über die Startlinie gehen konnten, sondern noch einmal neu ansetzen mussten. So ergab sich für Xabí Fernandez und sein Team direkt ein unangenehmer kleiner Rückstand auf die davoneilenden Rivalen. In der Folge konnte aber auch Team Brunel den Startvorteil nicht nutzen und fiel auf den vorletzten Platz zurück, während gut zwei Stunden nach dem Start Dongfeng das Kommando an der Spitze der Flotte übernommen hatte. Zu dem Zeitpunkt lagen die sieben Boote insgesamt aber noch keine Seemeile auseinander.

Wie Brunel Mapfre in Bedrängnis brachte und wie Dongfeng davoneilte: So ging es am Start zum Finale zur Sache!

Schon eine Stunde nach dem Start hatte Brunels Anbord-Reporter Sam Greenfield geschrieben: "Drückt uns mal die Daumen, dass unser Zieldurchgang besser wird als unser Start. Denn der war schlecht! Wir mussten kneifen und einen Geschwindigkeitskompromiss eingehen, haben uns als Fünfte in die Flotte eingereiht. Mit Dongfeng vor uns und Mapfre hinter uns haben wir Göteborg als Gesamt-Zweite verlassen. Vor uns liegt ein sehr verzweigter Kurs, auf dem alles passieren kann. Das Team hat drei Tage Zeit, Dongfeng zu überholen. Aktuell segeln wir Norwegens Süden mit 11,1 Knoten Bootsgeschwindigkeit in 16 Knoten Wind entgegen." Brunels Steuermann, America's-Cup-Gewinner und Olympiasieger Peter Burling, sagte: "Wir sind an allen nah dran. Nächster Halt: Norwegen."

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Den Start hatte sich Bouwe Bekkings Team Brunel anders vorgestellt. Jetzt heißt es im Kampf um den Gesamtsieg: Nichts wie hinterher…

Den Start selbst hatte übrigens AkzoNobel gewonnen. Das zweite holländische Team im Rennen kann sich auf Gesamtplatz vier bei der 13. Edition des Volvo Ocean Race zwar nicht mehr verschlechtern oder verbessern, würde jedoch gern die letzte Etappe in den Heimathafen Den Haag gewinnen. Außerdem könnte AkzoNobel im Schlussspurt durchaus eine Rolle im Dreikampf spielen, wenn sich Simeon Tienponts Mannschaft zwischen die im Dreikampf um den Sieg engagierten Spitzenreiter schiebt. Es bleibt hochspannend auf Kurs Den Haag, wo die Boote am Wochenende von voraussichtlich Hunderttausenden Fans erwartet werden.

Hier geht es zum Live-Tracker.

Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race Aufgezogen wie Perlen an der Kette: die Flotte auf Kurs Den Haag


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Themen: AkzoNobelDen HaagDongfeng Race TeamGöteborgTeam BrunelTeam MapfreVolvo Ocean Race

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