Volvo Ocean Race
Crew-Wechsel nach Auftakt-Debakel

Das Personalkarussell beginnt sich zu drehen: Als erstes Team hat Mapfre personelle Konsequenzen nach der Auftaktniederlage bekanntgegeben

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 10.11.2014

Vignale/Mapfre/VOR Geht von Bord: der zweimalige Vendée-Gewinner Michel Desjoyeaux

Ein neuer Navigator und der Verbleib des zweimaligen Vendée-Globe-Gewinners Michel Desjoyeaux an Land soll dem spanischen Team Mapfre nach der Auftaktniederlage im Volvo Ocean Race wieder Aufwind bescheren. Für den auf Etappe eins unglücklich agierenden Navigator Nico Lunven kommt der erfahrene Jean-Luc Nélias, der bei der letzten Auflage des Rennens um die Welt das siegreiche Team Groupama beflügelt hatte und Mapfre schon als Wetterexperte zur Verfügung stand. Außerdem wird Michel Desjoyeaux an Land bleiben, wenn am 19. November der Startschuss zur zweiten Etappe von Kapstadt nach Alicante fällt.

Riou/Dongfeng/VOR Als neuer Navigator kommt Jean-Luc Nélias, der bei der letzten VOR-Auflage das siegreiche Team Groupama beflügelte

In einer Mitteilung des Teams hieß es, dass für Desjoyeaux ohnehin nie geplant war, das ganze Rennen zu segeln. Desjoyeaux selbst sagte: "Die Entscheidung, dass ich nicht länger an Bord von Mapfre segle, haben das Team und ich gemeinsam getroffen. Solche Entscheidungen sind nicht einfach zu treffen, aber sie gehören zum Leben eines Teams dazu. Auch wenn ich nicht länger Teil der Segel-Crew bin, so habe ich meine Zeit nicht verschwendet. Mapfre ist ein großartiges Team mit wirklich guten Jungs an Bord." Seinen Nachfolger will das Team in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Abgesehen von einigen kleineren technischen Blessuren im Bereich von Motor, Batterien und Ausrüstung war das Boot des Teams in weitaus besserem Zustand in Kapstadt eingetroffen als die Psyche der Segler, für die der siebte und letzte Platz in Etappe eins eine schwere Auftaktniederlage bedeutet hatte. Kurz vor dem Ziel waren die stolzen spanischen "Matadoren" auch noch vom Frauen-Team SCA abgefangen worden, weil sie in ein Windloch zu Füßen des Tafelbergs gesegelt und dort über Stunden steckengeblieben waren. Schon zuvor waren dem Team im Verlauf der Auftaktetappe mehrere Positionierungsfehler unterlaufen. Das spanische Boot geht am Dienstag wieder ins Wasser und wird dann von Land- und Segelmannschaft auf das Hafenrennen am 14. November vorbereitet, bevor es am 19. November über 6.125 Seemeilen mit Kurs Abu Dhabi wieder auf See geht.

Sanchez/VOR Noch steht "Mapfre" an Land, doch morgen geht es nach der Überholung wieder ins Wasser


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