Volvo Ocean Race
Abu Dhabis Falke fliegt wieder

Schneller als gedacht kehrt Abu Dhabi mit neuem Mast und frischem Mut auf die Piste zurück. Sanya reist per Frachter nach Kapstadt weiter

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 09.11.2011

Tim Stonton/Volvo Ocean Race Abu Dhabi läuft bei Sonnenuntergang aus Alicante aus, um das Rennen wieder aufzunehmen

„Kazzam”, das Boot von Abu Dhabi Ocean Racing, verließ nach erfolgtem Masttausch und anderen kleineren Reparaturen am Mittwochabend Alicante, um zur Position des Mastbruchs zurückzukehren, von wo das Boot das Rennen fortsetzen wird.

Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing Funkenflug: Ben Davis, Bootsbauer in den Diensten Abu Dhabis, schneidet ein Titanteil zu

Weil die anderen draußen im Atlantik eine Weile geparkt waren, beträgt der Rückstand Abu Dhabis auf das Feld „nur” etwa 750 Meilen. Nach letzten Ultraschalltests am Ersatzmast ist Skipper Ian Walker optimistisch. „Ich habe 100 Prozent Vertrauen in diesen Mast und das Rig, die schon 6.000 Seemeilen hinter sich haben.”

Andres Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race Höhle mit Sprung: Ein Arbeiter von Team Sanya steht im Wasser, das durch den behelfmäßig abgedichteten Sprung (r. u.) ins Vorschiff eindringt

Ganz anders die Situation bei Team Sanya. Die Chinesen trailern ihr ramponiertes Schiff nach Gibraltar, von wo es am Freitag per Frachter nach Kapstadt transportiert wird. Dort wartet Ende November der Kohlefaserdoktor, um das schadhafte Rumpflaminat auszuschneiden und komplett neu aufzubauen. Das dauert normalerweise zwei bis drei Wochen, aber Team Sanya hofft, diesen Megajob in einer zu schaffen, um beim Start der zweiten Etappe dabei zu sein.

Amory Ross/Puma Ocean Racing Deutscher Vorschiffsmann: Michael Müller aus Kiel beim Vorsegelwechsel auf Puma Ocean Racing

Unterdessen kämpfen sich die noch im Rennnen verbliebenen vier Mitbewerber weiter in Richtung Madeira vor. Wieder in Führung ist Groupama mit Franck Cammas, der seine östliche Route beinhart durchgezogen hat und nun knapp vor Telefonica und Puma liegt. Abgetaucht ist die Crew von Camper, die im Osten begann, aber auf der Suche nach Wind zu früh nach Westen segelte und sich damit 80 Meilen Rückstand einhandelte (Report vom 9.11., 20 Uhr).

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