Star Sailors League

Flaute im Paradies - Startverschiebung

Heute sind die letzten Qualifikationsregatten geplant, bevor es in das Finale und ans Preisgeld geht. Ein deutsches Team hat gute Chancen

Lars Bolle am 02.12.2016
SSL

Robert Stanjek und Frithjof Kleen in Führung an der Luvmarke

Gestern, am vorletzten Tag der Qualifikationsrunde im Star Sailors League Finale (SSL Finals) vor Nassau konnten in der Montagu-Bucht drei Leichtwind-Wettfahrten ausgetragen werden. Dabei waren ein guter Start und die richtige Bootsgeschwindigkeit zur Verteidigung der eigenen Linie von entscheidender Bedeutung. Die Qualität des internationalen Feldes ist derart hoch, dass die Flotte meist gesammelt die erste Wendemarke erreicht. So gerieten die Tonnenrundungen immer wieder zu spannenden Auseinandersetzungen mit viel Geschrei und engen Positionskämpfen. Dazu trug auch das nahende Ende der Qualifikation bei, denn den Crews bleiben nicht mehr viele Chancen zum Kampf um einen Viertelfinalplatz.

Ein herausragender Tagessieg gelang dabei den Berlinern Robert Stanjek und Frithjof Kleen. Robert Stanjek berichtete: "Wir haben das Boot heute ziemlich gut gesegelt. In den leichten Winden ist es einfacher, nach einem guten Start die Führung zu verteidigen. Wenn du eine gute Bahn gefunden hast, machst Du weiter Gewinne auf die anderen Boote. Aber wir können in allen Bedingungen segeln."Stanjeks Vorschoter Frithjof Kleen, mit dem Stanjek Weltmeister wurde und Platz sechs bei den Olympischen Spielen 2012 erkämpfte, sagte: "Uns hat heute auch die Tatsache geholfen, dass wir keinerlei Tonnenberührung wie noch zum Auftakt hatten. Und auch keine Penalties. Um ehrlich zu sein, haben wir ein paar Probleme mit Delaminationen am Boot. Deswegen haben wir manchmal das Gefühl, dass wir etwas langsamer sind."

Der Tagessieg konnte die Gesamtsituation des Teams jedoch kaum verbessern. Mit Gesamtrang 16 scheint der Weg ins Finale der besten zehn Teams zu weit. Zumal es heute nicht mehr nach vielen Wettfahrten aussieht. Es herrscht Flaute vor den Bahamas.

Das spielt widerum Johannes Polgar und Markus Koy in die Karten. Mit Platz sieben scheinen sie sicher für das Finale qualifiziert. Nach der Qualifikationsphase werden fangen die besten zehn Temas wieder bei Null an, nur der erste und Zeitplatzierte haben einen kleinen Vorteil.

Abgeschlagen auf Rang 23 von 25 Teams liegen Jochen Schümann und Ingo Borkowski. Sie hatten bei einigen Wettfahrten mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen. Doch Schümann sportlich: "So lange man gegen Champions verliert, ist doch alles in Ordnung."

Ergebnisse

Lars Bolle am 02.12.2016

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