Bundesliga
Hamburger Durchmarsch beim Liga-Gipfel in Travemünde

Die dreimaligen Vereinsmeister aus Hamburg haben in Travemünde einen dominanten Sieg ersegelt. Die Verfolger waren dabei dieselben wie auch in der Liga-Tabelle

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 23.07.2018
3. Regatta: Travemünde 3. Regatta: Travemünde 3. Regatta: Travemünde

DSBL/Oliver Maier 3. Regatta: Travemünde

Das war eindrucksvoll: Vor Travemünde hat die Crew des Norddeutschen Regatta Vereins gesegelt, als hätte sie einen unsichtbaren Außenborder dabei. Steuermann Tobias Schadewaldt, Klaas Höpcke, Daniel Reichart und Florian Weser holten in 16 Rennen sechs Siege, fünf zweite und zwei dritte Ränge. Ausreißer nach unten gab es kaum. Mit 10 Punkten Vorsprung siegte zum zweiten Mal in dieser Saison ein NRV-Quartett (36 Punkte) und führte die dreimaligen deutschen Vereinsmeister zurück an die Tabellenspitze. Platz 2 sicherte sich beim Liga-Wochenende im Rahmen der Travemünder Woche der Württembergische Yacht-Club (46 Punkte) vor dem Chiemsee Yacht Club (47 Punkte). In der Bundesliga-Tabelle liegen die beiden Clubs – anders herum – auf den Plätzen zwei und drei hinter den Hanseaten von der Alster. Hier aber liegt das Spitzen-Trio enger beisammen: Der NRV führt mit nur 10 Zählern auf dem Liga-Konto vor dem Chiemsee Yacht Club (11 Punkte) und dem Württembergischen Yacht-Club (15 Punkte).

DSBL/Oliver Maier Das Top-Trio von Travemünde: Der Norddeutsche Regatta Verein gewann vor dem Württembergischen Yacht-Club und dem Chiemsee Yacht Club

DSBL/Oliver Maier Die strahlenden Sieger von Travemünde: Steuermann Tobi Schadewaldt (2. v. l.) und seine NRV-Crew

"Die ganze Serie hat gut geklappt. Wir hatten gute Starts und sind immer gut über den Kurs gekommen. Die Starts, eine perfekte Kommunikation an Bord und der Bootsspeed haben uns nach vorn gebracht. Das Ergebnis liegt weit über dem, was wir erwartet haben", sagte Tobias Schadewaldt. Ganz anders hat das sonst so erfolgreiche Team um Jan Seekamp vom Wassersport-Verein Hemelingen die drei Travemünder Tage erlebt. Schon drei Rennen vor Ende der Serie hatte das Team vermeldet: "Gestern war ein rabenschwarzer Tag für uns. Viele Fehler, Pech und Schweinerennen lassen uns nach 13 Flights auf Platz 17 in den letzten Tag starten. Uns bleiben nur noch drei Rennen, um das Desaster auszubessern. Drückt uns die Daumen." Am Ende schlossen die Hemelinger die Regatta mit Platz 16 ab.

Für einen Hamburger Doppel-Erfolg sorgten an diesem hochsommerlichen langen Liga-Wochenende dagegen die Sieger der parallel im Rahmen der Travemünder Woche ausgetragenen Begegnungen der 2. Bundesliga: Simon Magnus, Till Krüger, Finn Olsen und Ole von Studnitz gewannen die Regatta für den Mühlenberger Segel-Club, konnten Silke Basedows Crew vom Hamburger Segel-Club mit Lamberto Cesari, Maren Hahlbrock und Luisa Kröger auf Platz zwei verweisen. Platz drei sicherte sich der Schweriner Yacht-Club. Die Lokalmatadoren vom Lübecker Yacht-Club platzierten sich nach insgesamt 48 gesegelten Wettfahrten mit Rang sechs im Tabellenmittelfeld. Der Lübecker Segler-Verein belegte Platz 14 und blieb damit hinter den eigenen Erwartungen zurück.

DSBL/Oliver Maier Die Podest-Teams der 2. Bundesliga: Der Mühlenberger Segel-Club setzte sich vor Travemünde gegen den Hamburger Segel-Club und den Schweriner Yacht-Club durch

Tausende Zuschauer vor Ort verfolgten die spannenden Rennen in sommerlicher Hochstimmung live auf einer großen Leinwand am Strand und in der SAP Sailors Lounge. ZDF-Sportreporter Alexander Ruda und wechselnde Co-Kommentatoren halfen mit anschaulichen Grafiken und zweckdienlichen Erklärungen auch Badegästen und schaulustigen Nichtseglern den spannenden Segelsport zu verstehen.

Hier geht es zu den Ergebnissen der 1. Bundesliga.

DSBL/Oliver Maier Die Crew des Mühlenberger Segel-Clubs gewann bei den Zweitligisten

Hier geht es zu den Ergebnissen der 2. Bundesliga.

Die nächste Station für die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga ist Berlin. Vom 24. bis zum 26. August gehen die Seglerinnen und Segler beim gastgebenden Verein Seglerhaus am Wannsee an den Start.

DSBL/Oliver Maier Von Travemünde zieht die Liga-Flotte weiter auf den Berliner Wannsee


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