Segel-Bundesliga
Gründungstreffen in Hamburg

Startschuss für die Segel-Bundesliga: Beim Treffen mit den Clubs am 7. April in Hamburg werden die Weichen für das Premierenjahr gestellt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 13.03.2013

YACHT / Johannes Erdmann Eine J70 in der Nahaufnahme: Die Klasse zählt zu den heißesten Bundesliga-Kandidaten

Die von der Hamburger Konzeptwerft der Sailing-Team-Germany-Mitbegründer Oliver Schwall und Arne Dost sowie Kathrin Adlkofer und Jochen Schümann initiierte Segel-Bundesliga geht in ihre Gründungsphase. Beim Treffen mit mindestens zehn interessierten Vereinen am 7. April im Konzeptwerft-Hauptquartier in Hamburg sollen die Weichen für das Premierenjahr 2013 gestellt werden. Ziel ist es, mithilfe der Bundesliga die besten Allround-Segler Deutschlands und die hinter den Teams erfolgreich operierenden Vereine zu ermitteln. "Es gibt in Deutschland viele gute und hochklassige Regatten", sagt Bundesliga-Projektmanager Benjamin Jeuthe, "es fehlt aber bislang an einer konstanten Serie, die eine Vergleichbarkeit von Leistungen der Segler und ihrer Vereine ermöglicht. Die Segel-Bundesliga kann ermitteln: Wer sind Deutschlands beste Segler, wer die erfolgreichsten Vereine. Denn hinter einem Segelteam staht ja immer auch ein Club mit seiner Struktur."

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Beim Gründungstreffen sollen Regattaformat, Austragungsreviere, verschiedene Bootsklassen und Anzahl der Regatten diskutiert werden. Dem Treffen folgt eine offizielle Ausschreibung. Sodann können sich interessierte Vereine als Ausrichter und Teilnehmer bewerben. "Wir erwarten eine offene Diskussion", so Jeuthe. Feste Zusagen für die Teilnahme haben die folgenden Clubs bereits gegeben: Bayerischer Yacht-Club, Deutscher Touring Yacht-Club, Flensburger Yacht-Club, Lindauer Segel-Club, Lübecker Yacht-Club, Mühlenberger Segelclub, Norddeutscher Regatta Verein, Segelklub Bayer-Uerdingen, Verein Seglerhaus am Wannsee, Württembergischer Yacht-Club, Yachtclub Radolfzell. Weitere Absichtsbekundungen liegen den Ausrichtern vor. Die Bundesliga soll allen Vereinen offen stehen, die den Segelleistungssport aktiv fördern.

YACHT / T. Störkle Bavarias B/one zählt ebenfalls zu den aussichtsreichen Kandidaten im Kampf um den Bundesliga-Klassenstatus

Wer teilnehmen will, muss nach dem Treffen und Vorlage der Ausschreibung schnell handeln: Meldeschluss ist bereits der 15. April. Die Obergrenze für das Premierenjahr liegt bei 18 Clubs mit ihren jeweiligen Teams. Projektmanager Jeuthe rechnet für das erste Bundesliga-Jahr mit voraussichtlich fünf Regatten. Ziel ist es, diese Regatten auf verschiedenen Bootsklassen wie beispielsweise der J70, der B/One, der Melges 24 oder auch der SB20 auszurichten, um den Durchmarsch von Spezialisten zu vermeiden. "Wichtig ist uns die Vielfalt der Anforderungen", so Jeuthe, "elementar wird außerdem sein, dass bei jeder Regatta die gleiche Punktzahl zu gewinnen ist." Ebenso sollen Matchrace- und Fleetrace-Formate gemischt werden. Online-Übertragungen der Wettfahrten im Internet sind geplant.

YACHT / T. Störkle Ob Matchrace oder Fleetrace: Bavarias B/one empfiehlt sich als Bundesliga-Klasse

Die Clubs können und sollen zur Teilnahme an der Bundesliga einen entsprechenden Kader formieren. Vorerst wird es vermutlich keine Festlegung auf einen bestimmten Steuermann oder eine Steuerfrau geben. Die Mannschaften können zunächst innerhalb ihrer Clubs und Kader von Regatta zu Regatta wechseln. "Bislang werden Vereine meist als Heimat von Leistungsträgern wahrgenommen", so Jeuthe, "wir möchten das ändern und die Clubs als aktive Wettkämpfer an der Seite ihrer jeweiligen Kadersegler zeigen."


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