Segel-Bundesliga
Bundesliga sagt nach A auch B

Die zweite Bundesliga-Saison beginnt mit froher Kunde: A wie Audi steigt als Partner ein, B wie Bavaria schickt B/ones an den Start

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 14.02.2014

DSB/Nils Bergmann Machten 2013 Lust auf mehr: Die Bundesliga-Duelle in der Premierensaison

Segel-Bundesliga/Lars Wehrmann Die Meisterschale

Die neue Segel-Bundesliga startet mit guten Nachrichten in ihre zweite Saison: Nach dem durchschlagenden Erfolg der Liga-Premiere im vergangenen Jahr und großer Begeisterung bei den teilnehmenden Vereinen ist das Interesse so sprunghaft gestiegen, dass es 2014 neben der 1. Segel-Bundesliga auch eine 2. Segel-Bundesliga geben wird. Während es in der 1. Liga weiterhin auf den etablierten Booten vom Typ J 70 zur Sache geht, startet die 2. Liga auf Bavarias überarbeiteten Sportbooten vom Typ B/one durch. Ziel ist es laut Bundesliga-Statuten weiterhin, in beiden Ligen eine Bootsdurchmischung zu erreichen, um den Durchmarsch von Klassenspezialisten zu vermeiden.

YACHT / T. Störkle In der 2. Segel-Bundesliga wird 2014 auf B/ones um den Aufstieg gekämpft

Als neuer Bundesliga-Partner ist der bereits intensiv im Segelsport engagierte Automobilkonzern Audi AG eingestiegen. In Anlehnung an die Partnerschaft mit der Segelnationalmannschaft Audi Sailing Team Germany will Audi, so heißt es in einer Pressemitteilung, "dieses einmalige Format unterstützen und sich damit über führende Yacht-Clubs einen Imagegewinn in der Segel-Community sichern".

Segel-Bundesliga/Lars Wehrmann Olympia-Steuerfrau Stefanie Rothweiler kämpfte mit ihrem Team für den Württembergischen Yacht-Club

Die Partnerschaft mit Audi ist parallel zur Liga-Expansion erfolgt. "Die Liga präsentiert uns im lokalen Umfeld der Partner-Segelclubs in Deutschland. Wir drücken den Initiatoren fest die Daumen und sind stolz, dabei zu sein", sagte Markus Siebrecht, Leiter Marketing Deutschland Audi AG. In diesem Jahr finden für die beiden Ligen insgesamt neun Regatten statt. Dazu zählt auch die Relegation Anfang April mit 63 Vereinen. Jeweils 18 Vereine bilden anschließend die 1. und 2. Segel-Bundesliga nach dem Vorbild der Fußball-Bundesliga. Die Relegation wird auf J 70 und J 80 ausgetragen.

Die 2. Segel-Bundesliga feiert ihre Premiere in diesem Jahr zunächst mit einem kleinen Programm. Der Relegation vom 4. bis 6. April in Glücksburg auf der Flensburger Förde folgen noch zwei Regatten vor Tutzing auf dem Starnberger See (23. bis 25. Mai) und vor Friedrichshafen auf dem Bodensee (26. bis 28. September). Fünf abstiegsgefährdete Erstliga-Vereine aus der letzten Saison kämpfen in der Relegation gegen 58 Neueinsteiger aus der ganzen Republik um den Liga-Verbleib beziehungsweise die Qualifikation für die Teilnahme.

Der Meister der 1. Bundesliga wird in sechs Regatten auf sechs verschiedenen Revieren ermittelt: Die Ligasaison beginnt in Starnberg/Starnberger See (16. bis 18. Mai) und wird in Travemünde/Lübecker Bucht (19. bis 21. Juli), Berlin/Wannsee (22. bis 24. August), Kiel/Innenförde (5. bis 9. September) und vor Friedrichshafen/Bodensee (26. bis 28. September) fortgesetzt. Das Finale steigt in Hamburg auf der Außenalster (31. Oktober bis 2. November). Titelverteidiger ist dann auf seinem Heimatrevier der Norddeutsche Regatta Verein (NRV).

YACHT/Tobias Störkle Prächtige Kulisse für die erste Regatta der 2. Segel-Bundesliga vor Friedrichshafen auf dem Bodensee: Gesegelt wird wie jedes Jahr im Match Race Germany mit Aussicht auf Schloss Montfort

Für das deutsche Bundesliga-Format interessieren sich inzwischen auch internationale Segelverbände. YACHT online hatte darüber bereits berichtet. Nach dem dänischen Verband hat sich inzwischen auch der US-Segelverband bei den Impulsgebern und Gründern der Hamburger Konzeptwerft nach Format und Verlauf der Liga erkundigt. Es gibt bereits Ideen zur Gründung einer internationalen Champions League für Segler. "Wir sind überzeugt, mit der Segel-Bundesliga ein Format entwickelt zu haben, das enormes Zukunftspotenzial für den nationalen und internationalen Segelsport bietet. Die Bundesliga-Idee wird den Seglern, Medien und Partnern noch viel Freude bereiten", sagt Oliver Schwall, Geschäftsführer der Konzeptwerft.


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Themen: AudiB/oneBavariaSegel-Bundesliga

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