Bundesliga
Anpfiff: Vieles neu macht der Mai

Die Bundesliga startet am 1. Mai in ihre dritte Saison. Die Vorbereitungen laufen bei Organisatoren und Liga-Teams auf Hochtouren

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 23.04.2015

Lars Wehrmann/DSBL Die neue Liga-Saison kommt

Die erfolgreiche junge Bundesliga startet am 1. Mai vor Tutzing auf dem Starnberger See in ihre dritte Saison. Der Anpfiff erfolgt dort gleichzeitig für die 1. und die 2. Bundesliga, bevor es am ersten Juni-Wochenende nur für die Erstligisten auf der Kieler Innenförde weitergeht. Insgesamt sieben Regatten inklusive des Finales auf der Hamburger Außenalster vom 29. bis zum 31. Oktober stehen in diesem Jahr für die Erstligisten auf dem Programm. Die Zweitligisten absolvieren fünf Regatten im Wettstreit um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Für die neue Saison hat das Liga-Komitee mehrere Änderungen beschlossen: Erstmals werden die Punkte sowohl für die einzelnen Regatten als auch für die Tabelle nach dem Low-Point-System vergeben. Danach wird einem Verein für einen Regattasieg ein Punkt aufs Ligakonto überwiesen, für einen zweiten Platz zwei Punkte und so fort. Das Startgeld für die Clubs wurde für dieses Jahr von 100 auf 300 Euro angehoben. Es ist im Voraus an den Deutschen Segel-Liga Verein zu zahlen und fließt zu 100 Prozent an die durchführenden Vereine weiter.

Verboten ist Seglerinnen und Seglern der Liga-Einsatz für mehrere Clubs. Das gilt auch für Qualifikation und Relegation. Nicht einmal dann, wenn sich ein Club in der Vorausscheidung nicht für die 2. Bundesliga qualifizieren kann und nur daran teilgenommen hat, darf einer der Qualifikanten in derselben Saison noch für einen anderen Verein in der Bundesliga starten. Eine Rotationsvorschrift für den Crew-Wechsel innerhalb der Mannschaften dagegen gibt es nicht mehr, ebenso wenig wie eine Limitierung von Profiseglern, die ohne Einschränkung startberechtigt sind.

Mehr Farbe für Fans, Fotos, Film und Live-Stream

Zur besseren Erkennbarkeit der Boote (1. Liga: J70, 2. Liga: Bavaria B/one) im Live-Stream sowie beim Fotografieren und Filmen werden in diesem Jahr umfangreiche Farbkennungen eingeführt. Gennaker, Bug, Heck und Großsegeltopp werden aktuell gerade einheitlich kenntlich gemacht. So sind die Boote dann schon von Weitem leicht erkennbar und den Teams besser zuzuordnen. Eine bestimmte Crew-Kleidung ist den Teams weiterhin nicht vorgeschrieben. Doch nach den teilweise schon sehr gelungenen und in der Bekleidung kreativen Auftritten vieler Teams erwarten die Veranstalter in diesem Jahr eine stärkere Betonung des Themas und die Nutzung der Bekleidung als teamfördernden Faktor.

tati In Zukunft wird mehr Farbe die Boote besser kenntlich machen, sodass die Fans ihre Teams leichter erkennen und verfolgen können

DSBL/Wehrmann Bundesliga-Manager Jocky Hellmich

Liga-Manager Jocky Hellmich empfiehlt außerdem einen gründlichen Blick auf die Segelanweisung und insbesondere den Anhang zum Bootshandling: "Wir haben einige Vorschriften aus der letzten Saison entkrampft. So beispielsweise die Ausreitregel. Es lohnt sich, hier einen genauen Blick draufzuwerfen." Mit Begeisterung verfolgen Hellmich und die Liga-Macher die intensiven Vorbereitungen der aktuellen und der potentiellen Erst- und Zweitligisten: "Die Nordzelle bei uns vor der Haustür trainiert seit Wochen intensivst auf der Alster. Da sind immer mindestens sechs Boote beisammen. Mit Schiedsrichter und allem Drum und Dran. Diese regionale Rottung, die auf anderen deutschen Revieren ebenso läuft, findet in unglaublich sympathischer Weise statt und ist einer der schönsten Effekte der Bundesliga." Amtierender Deutscher Meister ist der Norddeutsche Regatta Verein, der auch in dieser Saison wieder zu den Top-Favoriten zählt.

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Peter Kähl / NRV Hier feiert der Deutsche Vereinsmeister NRV, der 2015 wieder zu den Top-Favoriten zählt


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