Segeln olympisch
Wieder in seinem Element: Buhl zum Saisonauftakt Sechster

Fünf Monate nach Olympia ist Philipp Buhl auf die Weltcup-Bühne zurückgekehrt. Mit neuem Coach an seiner Seite segelte er beim Weltcup vor Miami auf Platz sechs

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 29.01.2017
Philipp Buhl Philipp Buhl Philipp Buhl

Jesús Renedo/World Sailing Philipp Buhl

"Ich bin zufrieden. Eigentlich sogar sehr zufrieden", zog Laser-Steuermann Philipp Buhl beim ersten Weltcup der Saison vor Miami am Sonntag Bilanz. Vor allem eine Frühstart-Disqualifikation in der siebten von zehn Wettfahrten bis zum Finale hat den Sonthofener um eine mögliche Podiumsplatzierung gebracht. Zum Saisonstart hatte Buhl noch nicht damit gerechnet, direkt wieder in der absoluten Weltspitze durchstarten zu können, doch das ist ihm mit Platz sechs gelungen. Den Sieg im Laser sicherte sich der Franzose Jean Baptiste Bernaz vor dem Zyprer Pavlos Kontides und dem Briten Lorenzo Brando Chiavarini, der Doppel-Weltmeister und Landsmann Nick Thompson auf Platz vier verweisen konnte.

Jesús Renedo/World Sailing Wieder in seinem Element: Philipp Buhl bei der Weltcup-Regatta vor Miami

Jesús Renedo/World Sailing Kurz nach der Frühstart-Disqualifikation in Wettfahrt sieben: Buhl nahm den Rückschlag gelassen, kam aber nicht mehr an die Podiumsplätze heran

Buhls neuer Trainer Alex Schlonski attestierte seinem 27-Jährigen Athleten eine gute Frühform: "Philipp hat ziemlich stark gesegelt. Den Trainingsrückstand durch die lange 'nacholympische Pause' konnte er gut durch seine große Erfahrung und seine starke Technik ausgleichen. Trotzdem arbeiten wir hier sehr intensiv. Zum einen an den Analysen der einzelnen Rennen, aber auch an unserer Jahresplanung mit unseren diesjährigen Trainingspartnern, den Norwegern." Auch über den Beginn der Zusammenarbeit mit Buhl äußerte sich Schlonski positiv: "Grundsätzlich läuft die Zusammenarbeit sehr gut. Ich bin vor allem beeindruckt, wie Philipp, trotz seines sportlichen Niveaus, den ganzen Tag darüber nachdenkt, welche Details noch wie verbessert werden können."

Im 470er segelten die Junioren-Vize-Europameister von 2015, Malte Winkel und Matti Cipra, auf Platz 19. Laser-Radial-Steuerfrau Pauline Liebig beendete die Weltcup-Regatta auf Platz 29. Stärkste Nationen waren einmal mehr die Briten (fünf Podiumsplätze) und die Franzosen (vier Podiumsplätze). Weitere deutsche Leistungsträger waren vor Miami nicht am Start, steigen wie die 49er-Bronzemedaillengewinner Erik Heil und Thomas Plößel erst Ende April vor Hyères in Frankreich ins Weltcup-Geschehen ein.

Jesús Renedo/World Sailing Für das meiste Aufsehen in Miami sorgte der fünfmalige olympische Medaillengewinner Robert Scheidt, der mit Gabriel Borges erstmals im 49er an einer Weltcup-Regatta teilnahm, nach nur 30 Tagen Training in der neuen Bootsklasse aber zunächst mit Platz 16 zufrieden sein musste


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Themen: LaserMiamiPhilipp BuhlWorld CupWorld Sailing

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