Segeln olympisch
Vor Enoshima in Kuhweides historischem Heckwasser

Die Enoshima Sailing Week hat einen ersten kleinen Vorgeschmack auf die Olympia-Regatta 2020 gegeben. Inklusive einer Silbermedaille für Jurczok/Lorenz

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 29.10.2017
Philipp Buhl im Olympiarevier von Enoshima Philipp Buhl im Olympiarevier von Enoshima Philipp Buhl im Olympiarevier von Enoshima

Oliver Freiheit Philipp Buhl im Olympiarevier von Enoshima

Gelungener Auftakt in olympischen Gewässern: Das German Sailing Team hat mit vier Crews an der Enoshima Sailing Week teilgenommen und die erste Medaille in dem Revier gewonnen, in dem es 2020 um olympisches Edelmetall gehen wird. Es sind historische Gewässer, denn hier hat 1964 Willy Kuhweide mit seinem Finn-Dinghy "Darling" seine legendäre Goldmedaille gewonnen. Heute waren es die starken 49erFX-Seglerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz, die mit Silber beim ersten Test-Event in Japan glänzen konnten. Die Weltranglisten-Zweiten und EM-Dritten starten wie einst Willy Kuhweide für den Verein Seglerhaus am Wannsee.

Oliver Freiheit Ihr Medaillentraum für 2020 lebt und hat mit der Silbermedaille bei der ersten Testregatta im Olympia-Revier vor Enoshima in Japan nach einem starken Jahr noch mehr Rückenwind bekommen: Die Berliner 49erFX-Seglerinnen und Weltranglisten-Zweiten Victoria Jurczok und Anika Lorenz segelten bei der Enoshima Sailing Week auf Platz zwei

999 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2020 hat sich die kleine DSV-Auswahl in Enoshima gut geschlagen und eine erste aufschlussreiche Bekanntschaft mit dem Olympiarevier gemacht. Neben dem Podiumsplatz der Berlinerinnen hinter den Neuseeländerinnen Alexandra Maloney und Molly Meech konnten sich auch die 470er-Segler Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) mit Platz vier gut in Szene setzen. Malte Winkel und Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersportverein) segelten auf Platz 13. Die dritte Top-Ten-Platzierung sicherte sich der Weltranglisten-Erste Philipp Buhl im Laser. Der Aktivensprecher des German Sailing Team vom Segelclub Alpsee-Immenstadt beendete die Serie nach nur sieben Wettfahrten auf Platz neun.

Oliver Freiheit Macht seine erste wichtige Bekanntschaft mit dem Olympia-Revier für 2020 vor Enoshima: Laser-Steuermann Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee-Immenstadt

Enoshima liegt etwa zwei Autostunden von der künftigen Olympiahauptstadt Tokio entfernt. "Die Bucht erinnert ein wenig an die von Weymouth bei den Olympischen Spielen 2012", sagt Philipp Buhl. Für ihn stand nach starker Saison nicht das Ergebnis, sondern das Kennenlernen des Reviers im Vordergrund, in dem er in drei Jahren auf olympische Medaillenjagd gehen will. "Nach der WM und der EM bin ich direkt nach Japan zum Weltcup-Finale geflogen, um anschließend das Olympiarevier für 2020 zu sehen. Ich habe beide Regatten in einiger Entfernung vom Podium beendet, konnte mein Potenzial nach sehr intensiven Zeiten in den vergangenen Monaten nicht mehr voll entfalten. Auf der Haben-Seite steht aber, dass ich das olympische Segelzentrum und das Land ein wenig kennenlernen konnte." Mit einem Augenzwinkern fügte Buhl hinzu: "Ich habe ein gutes Debriefing mit meinem Trainer gehabt, denn wir hatten hier reichlich Regentage..."

Oliver Freiheit Das German Sailing Team bei der Enoshima Sailing Week 2017


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Themen: EnoshimaOlympische SpielePhilipp Buhl

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