Segeln olympisch
Olympia-Test vor Enoshima: Auftakt mit Sieg und Crash

Philipp Buhl ist mit einem Tagessieg in die Testregatta vor Enoshima eingestiegen. Die beiden deutschen Nacra-17-Teams müssen ihre Boote über Nacht reparieren

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 11.09.2018
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Sailing Energy/World Sailing Tag 1

Für den WM-Dritten Philipp Buhl war es in drehenden und böigen Winden ein Auftakt nach Maß. Der Laser-Steuermann aus Sonthofen vom Segelclub Alpsee Immenstadt eröffnete die Weltcup-Regatta im kommenden Olympiarevier vor Enoshima mit einem Tagessieg, ließ Rang 10 folgen und lag nach dem ersten Tag auf Platz 2 in der mit 59 Jollen größten Flotte.

Sailing Energy/World Sailing Zum Auftakt ein Tagessieg: Philipp Buhl startete erfolgreich in die Weltcup-Regatta

Die beiden deutschen Nacra-17-Teams Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer vom Kieler Yacht-Club und Johannes Polgar/Carolina Werner (Norddeutscher Regatta Verein/Kieler Yacht-Club) hatten jeweils einen Crash zu verkraften und in der Nacht auf Mittwoch viel Arbeit vor sich. Für Kohlhoff/Stuhlemmer reichte es mit den aufsteigenden Rängen 9, 7 und 4 trotzdem zu Platz 8. Für die erst 18 Jahre junge Vorschoterin Alica Stuhlemmer ist es die erste Weltcup-Regatta ihrer Karriere. Das Team vermeldete: "Das war ein solider erster Tag hier in Enoshima. Wir haben unsere Leistungen über den Tag steigern können. Unglücklicherweise hatten beide deutschen Boote heftige Kollisionen. Nun haben wir einige Arbeit vor uns, bis wir morgen wieder einsatzfähig sind." Polgar/Werner liegen nach den Rängen 7, 16 (in Folge des Crash) und 26 Punkten für die nicht gestartete dritte Wettfahrt nach den ersten drei Rennen auf Platz 13. Ob ihr foilender Katamaran am Mittwoch startklar sein wird, war am Abend mit Blick auf die schweren Schäden nicht sicher.

Reload Sailing Vor den Nacra-17-Seglern Johannes Polgar und Carolina Werner lag nach dem Crash zum Auftakt viel Arbeit, um ihren Rumpf für den Folgetag wieder fit zu machen

Reload Sailing Die Bugnummer 13 brachte Johannes Polgar und Carolina Werner am ersten Tag der Weltcup-Regatta kein Glück im japanischen Weltcup- und Olympiarevier – so sah ihr Nacra 17 nach einem Crash aus

Sailing Energy/World Sailing Die WM-Dritten Tim Fischer und Fabian Graf sammeln Erfahrung im Olympiarevier für 2020 und wollen erneut ein Spitzenergebnis erzielen

Im 49er vergaben die WM-Dritten Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) nach den Rängen 12 und 4 eine noch bessere Platzierung als den achten Rang, weil sie in der dritten Wettfahrt mit 25 Punkten ihren Streicher kassierten. Ebenfalls mit Platz 8 eröffneten die Berliner 470er-Seglerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort diese Testregatta zwei Jahre vor den Olympischen Spielen 2020. Auffällig stark agierten zu Beginn der sechstägigen Serie die Briten und Italiener, deren Segler in jeweils drei Klassen die Führung übernommen haben. Unter den Spitzenreitern ist auch Sir Ben Ainslies America's-Cup-Taktiker Giles Scott, der nach längerer Pause wieder im Finn-Dinghy zurück ist und direkt das Kommando übernommen hat.

Die Weltcup-Regatta endet am 16. September mit den letzten Medaillenrennen.

Hier geht es zu den Zwischenständen bei der Weltcup-Regatta vor Enoshima.

German Sailing Team Das German Sailing Team beim "japanischen" Fotoshooting in Kimonos


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Themen: EnoshimaLaserNacra 17OlympiarevierPhilipp BuhlSailing World Cup

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