Olympia-Ausscheidung
Lutz/Beucke vor Gericht gescheitert

Hamburger Landgericht weist Antrag auf einstweilige Verfügung gegen DSV zurück. Kadelbach/Belcher bleiben einziges nominiertes Team

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 25.04.2012

Team Lutz/Beucke Vor Gericht verloren: Tina Lutz und Susann Beucke im 470er

Der Streit um die Olympiafahrkarte in der Disziplin 470er Frauen ist entschieden. Das Hamburger Landgericht hat am Mittwochmorgen den Antrag von Tina Lutz und Susann Beucke auf einstweilige Verfügung gegen den Deutschen Segler-Verband (DSV) abgewiesen.

tati Tina Lutz und Susann Beucke

Tina Lutz und Susann Beucke hatten ihren Verfügungsantrag am 8. März eingereicht, weil sie sich im Rahmen der nationalen Ausscheidungsserie während der Segelweltmeisterschaft im australischen Perth benachteiligt sahen. Lutz-Anwalt Michael Lehner sagte der YACHT nach dem Urteil: „Gerecht ist das alles nicht. Wir werden nun das Urteil studieren und beraten, ob wir uns mit dem Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft durch eine etwaige Berufung noch eine Tür offen halten wollen.“ 

Erleichterung herrschte auf Seiten des beklagten Deutschen Segler-Verbandes (DSV). DSV-Präsident Rolf-Otto Bähr sagte: “Das Urteil ist gut und wichtig für den Sport – wir haben unsere faire Basis zurück, die erst von einer internationalen WM-Jury und nun auch von einem deutschen Gericht bestätigt wurde. Damit ist der Sport wieder auf dem richtigen Weg, denn er war durch diesen Fall durchaus belastet.“ Bährs Botschaft an die Verlierinnen: „Wir wünschen uns, dass sie das Urteil nun akzeptieren. Wir haben anerkannt, dass sie es waren, die den wichtigen Nationenstartplatz ersegelt haben und werden sie auch weiter unterstützen. Das sind talentierte Mädchen, die wir für den Leistungssport brauchen.“

Nach dem Urteil bleiben die Hamburgerinnen Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher die einzige dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung vorgeschlagene Mannschaft in der Zweihanddisziplin 470er Frauen. Kathrin Kadelbach sagte: „Wir waren immer sicher, den Regeln entsprechend gehandelt zu haben. Nun ist die Sache hoffentlich ein für allemal vom Tisch.“

Nach einem halben Jahr erbitterter Auseinandersetzung machte Steuerfrau Kathrin Kadelbach ihren jüngeren Gegnerinnen nach dem Gerichtsurteil ein Versöhnungsangebot: „Wenn die Mädels wollen, würden wir uns freuen, wenn sie mit nach Weymouth kommen und dort unsere Sparring-Partner sind.“


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Themen: 470erBeuckeDSVKadelbachLutzOlympische Spiele

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