"KiWo"-Dirigent Ramhorst kandidiert zum DSV-Vizepräsidenten
"Nichts als gegeben ansehen, nichts verpuffen lassen"

Top-Manager und Kieler-Woche-Sportchef Dirk Ramhorst (53) will sich "mit viel positiver Energie" für den olympischen Segelsport und den Nachwuchs engagieren

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 17.11.2021
Dirk Ramhorst im Einsatz bei der Kieler Woche, die er 2021 im sechsten Jahr als sportlicher Leiter verantworte Dirk Ramhorst im Einsatz bei der Kieler Woche, die er 2021 im sechsten Jahr als sportlicher Leiter verantworte Dirk Ramhorst im Einsatz bei der Kieler Woche, die er 2021 im sechsten Jahr als sportlicher Leiter verantworte

Christian Beeck/segel-bilder.de/Kieler Woche Dirk Ramhorst im Einsatz bei der Kieler Woche, die er 2021 im sechsten Jahr als sportlicher Leiter verantworte

Wenn am 27. November der eintägige Deutsche Seglertag ab 9 Uhr in der Messe Dresden beginnt, steht auch die Wahl eines neuen Vize-Präsidenten für den Geschäftsbereich Olympisches Segeln und Nachwuchs-Leistungssport auf dem Programm. Nominiert ist als bislang einziger Kandidat Kieler-Woche-Dirigent Dirk Ramhorst. Der 53-jährige Top-Manager eines DAX-Unternehmens mit viel Expertise in den Feldern IT und Digitalisierung möchte die Nachfolge von Torsten Haverland antreten, der seine Aufgaben nach drei Amtszeiten entsprechend den Statuten abgibt. Software-Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler Ramhorst genießt bei seiner Kandidatur starken Rückenwind aus der gesamten deutschen Segelszene, wurde vom Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg, von den Segler-Verbänden Niedersachen und Nordrhein-Westfalen sowie vom Kieler Yacht-Club und dem Bayerischen Yacht-Club vorgeschlagen. In beiden Vereinen ist er langjähriges Mitglied. Weitere Verbände und namhafte Vereine haben ihre Unterstützung bereits signalisiert.

T. Pokorny Kieler-Woche-Sportchef Dirk Ramhorst mit Boris Herrmann bei der Eröffnung von Deutschlands ältester und international bekanntester Regattaserie in diesem September

An Management-Erfahrung im Segelsport und Leidenschaft für den Leistungssport mangelt es dem im sechsten Jahr als Kieler-Woche-Sportchef agierenden Dynamo aus Dänischenhagen nicht. Der in Bielefeld aufgewachsene Ramhorst war als national erfolgreicher Schwimmer mit internationalen Weltcup-Einsätzen selbst Leistungssportler, hat die elementaren Bedürfnisse am eigenen Leib erfahren. Über seine Motivation zum „Doppel-Whopper“ im Ehrenamt sagt er: „Ich bin ein Mensch mit viel positiver Energie, die ich gerne auch in das neue Amt stecken möchte.“

Ramhorst zeichnet unter anderem aus, dass er auch in stürmischen Gewässern auf dem Wasser und an Land noch besonnen agiert. Er will sich neben den klassischen Aufgaben im Amt des Vizepräsidenten verstärkt darum kümmern, „die späteren Karrieren der Sportler trotz des heute erforderlichen Vollzeiteinsatzes für den Sport im Auge zu behalten“. Hier will er mit seinen Netzwerken in Wirtschaft und Sport helfen, Rahmen zu bauen, „die den Aktiven zusätzlich zu den starken Engagements von Bundeswehr und Zoll weitere Möglichkeiten und echte berufliche Perspektiven geben“.

Christian Beeck/segel-bilder.de/Kieler Woche Auch dann noch mit einem Lächeln unterwegs, wenn es auf dem Wasser oder an Land einmal stürmisch zugeht: "KiWo"-Dirigent Dirk Ramhorst

Sein Vorgänger Haverland habe einen „super Job“ gemacht, bespielsweise viele erfolgreiche Verhandlungen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund geführt. „Dafür arbeite ich auch“, sagt Ramhorst, „ich möchte es aber noch etwas anders machen, will mein Netzwerk als 'Übersetzer' zwischen Sportlern, Institutionen und Wirtschaft nutzen. Ich möchte versuchen, noch eine Schippe draufzulegen.“

Mit DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner und Torsten Haverland hat Ramhorst vor seiner Kandidatur gesprochen. „Die Gespräche mit beiden zählten zu den ersten“, sagt Ramhorst, „beide können sich meine Kandidatur gut vorstellen. Das ist mir wichtig.“ Seine Hauptwirkungsstelle als designierter DSV-Vize sieht Ramhorst am Bundesstützpunkt in Kiel-Schilksee, im Zentrum des deutschen Segelleistungssports: „Ich will da sein, wo die Athleten sind. Ich habe vor der Wahl und vor ihrem aktuellen Einsatz bei der Weltmeisterschaft im Oman beispielsweise die Nacra-17-Bronzemedaillengewinner Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer am Münchener Flughafen getroffen. Sie haben sich über meine Kandidatur gefreut. Auch das ist Motivation für mich. Dazu ist mir sehr wichtig, die Verbindung nicht nur zu den großen, sondern auch den kleinen Vereinen zu halten. Ich kam einst selbst aus einem kleinen Verein in Bielefeld, bevor ich mich später in Leistungszentren weiterentwickelt habe."

Als langjähriger Obmann im DSV-Ausschuss für Internationale Zusammenarbeit unterhält Ramhorst gute Beziehungen zum Weltseglerverband World Sailing und internationalen Regatta-Organisationen. Mit Blick auf die drei Medaillen und weitere Erfolge des German Sailing Teams bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer in Japan sagt er: „Es ist sehr wichtig, dass wir nichts von diesen Erfolgen als gegeben ansehen, nichts verpuffen lassen. Es muss immer wieder neu und hart für Medaillen gearbeitet werden.“ Dabei will er die Sportler und das German Sailing Team auf dem Weg zur olympischen Regatta 2024 vor Marseille und darüber hinaus bestmöglich unterstützen und begleiten.


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Themen: Olympia

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