Segeln olympisch
Die Titelverteidigerinnen sind wieder da

Das German Sailing Team ist mit gemischter Bilanz in die erste Weltcup-Regatta 2019 gestartet: Auf Podiumsplätze segelten zum Auftakt zwei deutsche Frauen-Crews

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 30.01.2019
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Pedro Martinez/Sailing Energy Tag 1

Die Titelverteidigerinnen vom Verein Seglerhaus am Wannsee machten zum Auftakt bei der ersten Weltcup-Regatta der Saison vor Miami etwa da weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört hatten: Victoria Jurczok und Anika Lorenz demonstrierten mit Rang drei in ihrem einzigen 49erFX-Rennen des Tages, dass mit ihnen nach einigen Rückschlägen im vergangenen Jahr wieder zu rechnen ist. Sogar noch einen Platz besser konnten sich nach zwei Wettfahrten in der 470er-Flotte der Frauen Fabienne Oster und Anastasiya Winkel vom Norddeutschen Regatta Verein platzieren, die am Mittwoch als starke Gesamt-Zweite in die weiteren Qualifikationsrennen starten. Das bemerkenswerte Gesamtergebnis der deutschen 470er-Seglerinnen machten am Dienstag Frederike Loewe und Anna Markfort mit ihrem vierten Platz im Zwischenklassement komplett.

Mit Finn-Steuermann Phillip Kasüske aus Berlin und den 49er-WM-Dritten Tim Fischer und Fabian Graf konnten sich zwei weitere deutsche Boote auf vierten Plätzen eine gute Ausgangsposition für die kommenden Tage erarbeiten. Kasüske ließ dabei auch Weltmeister Max Salminen aus Schweden hinter sich, Fischer/Graf waren mit den Einzelrängen 4, 7 und 17 an diesem Tag mit seinen leichten und drehenden Winden in der Biscayne Bay bestes deutsches 49er-Team. Insgesamt erkämpften die Aktiven der deutschen Segelnationalmannschaft zum Auftakt neun Top-Ten-Platzierungen und damit aussichtsreiche Ränge für die einwöchige Regatta, die mit den Medaillenrennen am kommenden Samstag und am Sonntag endet.

Pedro Martinez/Sailing Energy Neunte nach drei Rennen: die Kieler 49er-Segler Justus Schmidt und Max Boehme

Pedro Martinez/Sailing Energy Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger lagen nach drei 49er-Rennen auf Platz zwölf

Pedro Martinez/Sailing Energy Finn-Steuermann Phillip Kasüske stieg als Gesamt-Vierter nach nur einer Wettfahrt stark in den Weltcup ein

Unglücklich begann die amerikanische Regatta der Hempel Weltcup Serie 2019 ausgerechnet für zwei prominente Leistungsträger: Steuermann Philipp Buhl hatte die Jahres-Ouvertüre am Dienstag zwar mit einem sechsten Rang in der größten Flotte der 101 Laser-Jollen verlässlich gut eröffnet, fiel aber durch seinen anschließenden Frühstart vor Greifen des ersten Streichers auf Platz 52 zurück. "Das war ein knapper Frühstart ganz in Lee", berichtete der 29-Jährige, "blöd, aber passiert. Ich freue mich aber sehr für Nik." Der jüngere Teamkamerad Nik Aaron Willim liegt nach zwei Rennen mit zwei elften Rängen auf Platz 21. Die Rio-Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil und Thomas Plößel waren im ersten Rennen an der vorletzten Tonne von einem kanadischen Boot "zerlegt" worden. Die ihnen in der abendlichen Protestverhandlung zugesprochene Wiedergutmachung soll dem Durchschnittswert der in den Rennen zwei bis neun ersegelten Ergebnisse entsprechen, wird also erst nach Abschluss der 49er-Qualifikation wirklich greifen.

Hier geht es zu den aktuellen Zwischenständen bei der Weltcup-Regatta vor Miami.

Nachtrag, 30. Januar, 11.11 Uhr: In der späten Nacht auf Mittwoch haben die Veranstalter noch 470er-Frauen-Ergebnisse nachgeliefert und die Ergebnisse von Jury-Entscheidungen in die Zwischenstände eingearbeitet. Danach sind Vicky Jurczok und Anika Lorenz im 49erFX mit einer Bestrafung um einen Rang auf den vierten Platz zurückgerutscht.

Pedro Martinez/Sailing Energy Mit Rang sechs in der ersten Wettfahrt war Philipp Buhl ein guter Weltcup-Einstieg gelungen, doch der Frühstart im zweiten Rennen warf ihn zunächst im Zwischenklassement zurück


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Themen: Fabienne Oster/Anastasiya WinkelMiamiSegeln olympischVicky Jurczok/Anika LorenzWeltcup

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