Segeln olympisch
Deutsches Olympiateam fast komplett

Die 470er-Teams Ferdi Gerz/Oliver Syzmanski und Annika Bochmann/Marlene Steinherr haben die DOSB-Bedingungen für den Olympiastart erfüllt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert vor 5 Jahren

STG/Sailing Energy Mit einem Lächeln auf Kurs Rio: Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski

Das deutsche Segelteam für die Olympischen Spiele ist fast komplett: Nach Philipp Buhl (Laser), Toni Wilhelm (RS:X Surfen), Erik Heil/Thomas Plößel (49er) und Victoria Jurczok/Anika Lorenz (49erFX) haben auch die beiden 470er-Crews Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski (München/Berlin) sowie Annika Bochmann/Marlene Steinherr (Berlin) die Qualifikationsbedingungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erfüllt. Trotz mäßiger Ergebnisse reichten die beiden 14. Plätze der jeweils besten beiden deutschen 470er-Crews bei der Europameisterschaft vor Palma de Mallorca zum Sprung über die letzte Qualifikationshürde. Damit nehmen bereits sieben Berliner Seglerinnen und Segler Kurs auf Rio de Janeiro.

STG/Sailing Energy Annika Bochmann und Marlene Steinherr (Verein Seglerhaus am Wannsee) dürfen mit ihrer Nominierung für die Olympischen Spiele rechnen

"Mit unserem EM-Ergebnis sind wir überhaupt nicht zufrieden, weil wir unsere Top-Leistung nicht abrufen konnten", sagte Titelverteidiger Ferdinand Gerz, "dafür überwiegt die Vorfreude auf Rio." Ferdi Gerz vom Segler Verein Wörthsee nimmt nach 2012 mit seinem neuen Vorschoter Oliver Szymanski vom Joersfelder Segel-Club zum zweiten Mal Kurs auf Olympia und war bereits mit einem beruhigenden Punktepolster in die letzte Regatta der dreiteiligen nationalen Ausscheidungsserie gestartet.

Marek Chocian/STG Rio ruft: Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski. Happy End für den Münchner und seinen Berliner Vorschoter nach der missglückten Titelverteidigung

Schwieriger war die Ausgangssituation für Annika Bochmann und Marlene Steinherr, die sich in der letzten ihrer drei Ausscheidungsregatten gegen stark aufkommende internationale Konkurrenz wehren mussten, um mindestens den 10. Platz in der Nationenwertung zu erreichen – so wie vom DOSB von Olympiastartern verlangt. Nach zwei "teuren" Frühstarts vor Mallorca durfte die Crew vom Verein Seglerhaus am Wannsee erst am letzten EM-Tag vor den Medaillenrennen am Dienstag über die Erfüllung der DOSB-Kriterien jubeln. Die 30-jährige Vorschoterin Marlene Steinherr kommentierte die Achterbahnfahrt durch die Ergebnisliste entsprechend emotional: "Die EM war auch für uns täglich Kampf und Krampf. Der lange, schwierige Weg bis hierher ist endlich geschafft. Wir freuen uns auf den großen 'Brocken', der jetzt vor uns liegt."

Die qualifizierten Teams dürfen damit rechnen, dass der Deutsche Segler-Verband (DSV) sie nach abschließender Beratung dem DOSB zur Nominierung vorschlägt. Als Letzte ringen bei der Semaine Olympique vor Hyères vom 25. April bis 1. Mai die deutschen Nacra-17-Segler um die Erfüllung der DOSB-Kriterien. Die besten Aussichten haben Paul Kohlhoff und Carolina Werner vom Kieler Yacht-Club. Sie starten mit acht Punkten Vorsprung vor den Flensburgern Jan Hauke Erichsen und Lea Spitzmann in ihre letzte Ausscheidungsregatta. Neben den nationalen Rivalen haben die deutschen Mixed-Katamaran-Segler vor allem die internationale Konkurrenz zu fürchten. Auch sie müssen in der Nationenwertung zum Ende der drei für die Ausscheidung festgelegten Regatten einen Platz in den Top-Ten-Nationen erreicht haben. Den halten Kohlhoff/Werner vor ihrem großen Finale knapp.


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Themen: 470er-EuropameisterschaftAnnika Bochmann/Marlene SteinherrFerdinand Gerz/Oliver SzymanskiOlympiaRio de Janeiro

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